Kieler Traditionswerft Firmenname HDW ist Geschichte – jetzt ThyssenKrupp

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Seit Anfang des Jahres hat die Kieler Werft einen neuen Namen und heißt jetzt ThyssenKrupp Marine Systems GmbH (TKMS).

Kiel/Essen. Die Kieler Traditionswerft HDW arbeitet seit Jahresbeginn unter neuem Namen. Im Zuge einer Umstrukturierung bei ThyssenKrupp – der Essener Konzern hat 2005 HDW erworben – heißt die auf Marineschiffe spezialisierte Werft jetzt ThyssenKrupp Marine Systems GmbH (TKMS). ThyssenKrupp hat die beiden Geschäftsbereiche Anlagenbau und Marineschifffahrt zusammengefasst in dem Bereich Industrial Solutions, zu dem auch die TKMS-Betriebe in Kiel (bisher HDW), Hamburg (früher Blohm + Voss), Emden (früher Nordseewerke) und schwedischen Karlskrona (Kockums) gehören. Damit ist der Name HDW Industriegeschichte.

Kiel hat künftig den Status einer Dachgesellschaft für die TKMS-Betriebe. Im neuen Unternehmen ThyssenKrupp Marine Systems GmbH sind etwa 3900 Mitarbeiter in Kiel (2180), Hamburg (320), Emden (300) sowie in Schweden (1100) beschäftigt. Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp Marine Systems GmbH ist Andreas Burmester, bisher Vorsitzender der Geschäftsführung von HDW. Das neue Unternehmen übernimmt alle operativen Geschäfte des Marineschiffbaus innerhalb der neuen Industrial Solutions-Gruppe, wie ein Unternehmenssprecher erläuterte.

Der bisherige Werftenverbund ThyssenKrupp Marine Systems AG ist mit dem Anlagenbau in dem Bereich Industrial Solutions aufgegangen. "Beide Geschäftsbereiche profitieren durch die Zusammenführung von den Stärken des jeweils anderen", sagte der Unternehmenssprecher. Vorstandsvorsitzender von Industrial Solutions ist Hans Christoph Atzpodien, der bisher die Business Area Marine Systems geleitet hat.