Schleswig-Holstein Stromleitungen sollen sicher für Vögel werden

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Netzbetreiber investiert 375.000 Euro, um das Stromnetz in Schleswig-Holstein als Todesfalle für Vögel zu entschärfen. Mehr Erdkabel.

Quickborn. Die Stromleitungen in Schleswig-Holstein sollen nicht länger zu Todesfallen für Vögel werden. In den vergangenen sechs Jahren seien mehr als 170 gefährliche Bereiche für Vögel im Mittelspannungs-Netz entschärft worden, teilte die Schleswig-Holstein Netz AG am Freitag in Quickborn mit. Dafür habe der Netzbetreiber knapp 375.000 Euro investiert. Zudem habe das Unternehmen für mehrere hunderttausend Euro Freileitungen abgebaut und durch Erdkabel ersetzt, was ebenfalls dem Vogelschutz zu Gute komme. Mit Vogelsitzstangen und Schutzhauben werde sichergestellt, dass die Tiere auf den Leitungen und Masten sicher landen könnten.

Ziel sei es langfristig, ein durchgehend vogelsicheres Mittelspannungs-Freileitungsnetz zu erhalten, sagte Birgit Aufderheide, die bei der Muttergesellschaft des Netzbetreibers Eon Hanse für Vogelschutz zuständig ist. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Nabu habe die Schleswig-Holstein Netz AG zudem mehr als 50 Nisthilfen für Storchennester im Land gebaut.