06.12.12

Ostsee

Hubschrauber über Lübecker Bucht vermutlich abgestürzt

Mit einem Großaufgebot suchten Rettungskräfte nach dem vermissten Helikopter. An Bord befanden sich der Pilot und ein Passagier.

Foto: dapd
Eroeffnung des Terminals "D" am Flughafen Kiew-Boryspil
Ein Hubschrauber vom Typ Eurocopter AS-350. Ein norwegischer Helikopter dieses Modells ist vermutlich über der Lübecker Bucht abgestürzt

Fehmarn. Ein über der Lübecker Bucht vermisster norwegischer Hubschrauber ist vermutlich abgestürzt. Eine Spaziergängerin fand am Donnerstagnachmittag am Strand von Pelzerhaken einen Rucksack mit persönlichen Gegenständen und einem Laptop. Diese Gegenstände hätten eindeutig einem Fluggast des Helikopters zugeordnet werden können, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Von dem vermissten Hubschrauber fehlte bis zum Abend jede Spur.

Die Rettungskräfte verlagerten ihre Suche auf See daraufhin wieder in den Bereich der Lübecker Bucht. Zuvor hatten sie im Seegebiet östlich von Fehmarn nach der Maschine und den beiden Insassen gesucht, nachdem ein Schiff der Marine ein Notsignal eines Hubschraubers aus dem Bereich östlich von Staberhuk auf Fehmarn aufgefangen hatte. An Land suchten Polizeibeamte den Strand von Pelzerhaken nach weiteren angeschwemmten Gegenständen und Wrackteilen ab. Gegen 17.30 Uhr wurde die Suche wegen Dunkelheit abgebrochen und sollte am Freitag fortgesetzt werden. Sechs Schiffe der Bundesmarine sollten allerdings die ganze Nacht über im Einsatz bleiben.

Der Hubschrauber vom Typ Eurocopter AS 350 am Mittwoch um 13.57 Uhr mittig der Neustädter Bucht gemeldet. Die beiden Insassen waren auf dem Weg von Lübeck nach Schweden. war bereits am Mittwoch rund 20 Minuten nach dem Start in Lübeck plötzlich vom Radar verschwunden. Der Helikopter einer norwegischen Transportfirma war nach norwegischen Medienberichten auf dem Weg nach Halstad in Schweden. An Bord waren der Pilot und ein Passagier.

Eine sofort eingeleitete Suchaktion an der letzten bekannten Position in der Neustädter Bucht war am Mittwochabend zunächst ergebnislos unterbrochen und am Donnerstag bei Tagesanbruch fortgesetzt worden. An der Suche waren 13 Schiffe von Bundesmarine, Bundespolizei, Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und der Wasserschutzpolizei sowie ein SAR-Hubschrauber der Bundesmarine beteiligt.

(dpa)
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