Stammzellenforschung Kieler Wissenschaftler erforschen "Langlebigkeitsgen"

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Forscher konnten nach eigenen Angaben nachweisen, dass das Gen eine entscheidende Rolle beim Erhalt von Stammzellen spielt.

Kiel. Kieler Forscher sind in der Frage der Langlebigkeit nach eigenen Angaben einen Schritt weiter gekommen. Bei Untersuchungen der Stammzellen eines winzigen Süßwasserpolypen entdeckten die Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität (CAU) und des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) das "Langlebigkeitsgen". Das sogenannte FoxO-Gen ist zwar seit längerem bekannt und kommt in allen Tieren bis hin zum Menschen vor. Die Kieler Forscher hätten jedoch nachweisen können, dass das Gen eine entscheidende Rolle beim Erhalt von Stammzellen und der Bestimmung der individuellen Lebensspanne spielt, wie die CAU am Dienstag mitteilte.

Beim Menschen verlieren mit dem Alter die Stammzellen ihre Fähigkeit, neue Zellen zu bilden. Alterndes Gewebe kann sich dadurch kaum noch regenerieren. Dadurch werden letztendlich auch Muskeln abgebaut. Gelänge es, diesen Prozess zu beeinflussen, würden sich auch alte Menschen länger wohl und körperlich fit fühlen, sind sich die Kieler Wissenschaftler sicher. Sie wollen jetzt erforschen, wie das "Langlebigkeitsgen" im Detail funktioniert und welchen Einfluss die Umwelt auf FoxO hat.