Diakonieverein Migration will Problem-Jugendliche direkt in den Brennpunkten der Städte ansprechen.
Quickborn/Elmshorn/Pinneberg. Sein Aufgabengebiet ist reichlich groß. In drei Städten des Kreises Pinneberg soll Jonas Hufeisen jetzt die Arbeit eines "Streetworkers" übernehmen. "Das kann eigentlich nur der Tropfen auf den heißen Stein sein", ahnt der Sozialpädagoge, der Diakon werden möchte. Dennoch hofft der gebürtige Hesse, in den nächsten drei Jahren dazu beitragen zu können, die sozialen Brennpunkte in Elmshorn, Pinneberg und Quickborn aus jugendlicher Sicht etwas zu entspannen. "Ich werde mich dafür stark machen, dass die Zahl verhaltensauffälliger Jugendlicher sinkt."
Hufeisen ist im Auftrag der Straßensozialarbeit "Kompass" des Diakonievereins Migration im Kreisgebiet unterwegs, das in Quickborn vor sechs Jahren begann, berichtet Margit Aschbrenner. Damals galt es, eine Gruppe von jugendlichen Aussiedlern zu bändigen, die sich - aus Kaltenkirchen vertrieben - immer am AKN-Bahnhof in Quickborn traf und dort für Unruhe sorgte. Für diese Aufgabe wurde seinerzeit der Sozialarbeiter Wilhelm Trippel engagiert, der auch die russische Sprache beherrscht.
Inzwischen hätten sich die Problemgruppen auf andere zugewanderte und einheimische Jugendliche verlagert, hat Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl festgestellt. Deshalb soll Jonas Hufeisen jetzt direkt zu den verschiedenen Treffpunkten gehen und versuchen, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihre Sorgen und Nöte zu verstehen, ihre Bedürfnisse herauszuhören. So will er sich in den Jugendzentren vorstellen und regelmäßig zu den Spielplätzen und Bahnhöfen gehen. Weitere Schwerpunkte dürften in Elmshorn der Stadtteil Hainholz, der Krückaupark und der Steindammpark sein, weiß der Streetworker. In Pinneberg ist es die Skateboardbahn an der Hochbrücke und in Quickborn der Rathausplatz, wo er sich sehen lassen will.
Hinzu kommen feste Sprechstunden: Montags in Pinneberg (Bahnhofstraße 2c), dienstags in Elmshorn (Gärtnerstraße 10), jeweils von 16 bis 18 Uhr. In Quickborn werde er regelmäßig donnerstags anzutreffen sein, vor allem in der Werkstatt (ehemaliges Talgenberghaus) und im Haus der Jugend. Kontakt: 0170/915 94 56. hufeisen@diakonieverein-migration.de











