Norderstedt
20.10.07

Fußball: Eintracht Norderstedt hat ein Sturmtalent

Mustafa Hadid rennt allen Verteidigern davon

Trainer Marco Krausz sieht nur ein Manko bei dem 19-Jährigen: die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Von Manfred Schäffer

Norderstedt. Für Marco Krausz ist Mustafa Hadid ein "Rohdiamant". Viel reden möchte der Trainer der Hamburgliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt über sein Nachwuchs-Ass aber trotzdem nicht. Die (höherklassige) Konkurrenz könnte auf den 19-Jährigen aufmerksam werden, der am Sonntag (15 Uhr, Ochsenzoller Straße) versuchen will, sein Trefferkonto von bisher acht Saison-Toren im Punktspiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen zu erhöhen.

"20 Tore sollten es schon werden", sagt der Zwölftklässler der Gesamtschule Alter Teichweg. "Es könnten sogar mehr werden, wenn er nicht noch so viele Chancen auslassen würde", so Marco Krausz. Die fehlende Abgeklärtheit vor dem Tor ist die größte Schwäche des Nachwuchsstürmers. Seine größte Stärke ist auf dem Platz nicht zu übersehen: "100 Meter schaffe ich in 11,2 Sekunden", erklärt das Talent, das seit dieser Serie für die Eintracht stürmt.

Eine Karriere als Sprinter stand trotzdem nicht zur Debatte. Der Grund: Fußball ist für Mustafa Hadid schon seit Kindheitstagen Sportart Nummer eins. "Ich bin ein echter Straßenfußballer", beschreibt sich der flinke Angreifer, der in seinem Geburtsort Kabul mit dem Kicken begann. Klubs in der afghanischen Hauptstadt gab es nicht. Erst nachdem er mit seiner Familie vor neun Jahren nach Deutschland übergesiedelt war, trat er einem Verein bei.

Wenige Monate nach seiner Ankunft kickte Mustafa bei Germania Schnelsen in der Jugend. "Ich musste erst mal Deutsch lernen", erinnert er sich. Da sich neben den sprachlichen auch seine Fähigkeiten auf dem Rasen weiterentwickelten, wurde der HSV auf ihn aufmerksam. Für die A-Junioren-Bundesliga-Truppe der Rothosen spielte er zwei Jahre, ehe er vergangene Serie zu Germania Schnelsen in die Liga-Mannschaft zurückkehrte. Zum Durchbruch beim Profiklub hatte es nicht gereicht.

Der Traum, Berufsfußballer zu werden, ist aber noch lebendig. Das gilt auch für Mustafas Wunsch, wie Obaidullah Karimi, sein Landsmann bei der Eintracht, für die afghanische Nationalelf aufzulaufen. Das dürfte spätestens dann der Fall sein, wenn aus dem fußballerischen Rohdiamanten ein Edelstein geworden ist . . .

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