CDU und FDP begrüßen die beiden Projekte. SPD, GALiN und Die Linke sprechen sich dagegen aus. Auch das Gutschein-System für die Kindertagesstätten steht auf dem Prüfstand.
Norderstedt. Die Landesgartenschau 2011, der Autobahnanschluss Norderstedt-Garstedt und das Kita-Gutschein-System - das sind die Themen, die durch den Ausgang der Kommunalwahl am 25. Mai maßgeblich beeinflusst werden. Neue Mehrheiten können jetzt gültige Beschlüsse kippen.
Landesgartenschau Umstritten sind die Wasserskianlage und das Naturbad. Beide Projekte sollen Geld für die Pflege des Volksparks bringen, der auf Dauer auf dem Gartenschaugelände eingerichtet werden soll. Die CDU steht zu beiden Vorhaben: "Die Bedenken, die Wasserskianlage und die Partys dort machten zu viel Lärm, sind realitätsfern", sagt CDU-Spitzenkandidat Günther Nicolai (62). Das zeige die Anlage in Pinneberg, die mitten in einem Wohngebiet liege. Mit dem Naturbad könne die Stadt das widerrechtliche Baden im Kiessee beenden. Auch die FDP begrüßt die jetzigen Pläne: "Voraussetzung ist, dass es einen privaten Betreiber für die Wasserskianlage gibt, und dass das Naturbad keine Konkurrenz zum Arriba-Bad wird", sagt FDP-Spitzenkandidatin Marlis Krogmann (67). Die SPD lehnt die Wasserskianlage ab: "Viele Bürger befürchten Lärm und Verkehr durch die Massenveranstaltungen, die nötig sind, damit die Anlage Gewinn macht", sagt SPD-Spitzenkandidat Johannes Paustenbach (60), der eine kleinere Variante des Naturbades befürwortet. Die Grüne Alternative Liste in Norderstedt (GALiN) lehnt beide Projekte ab: "Wir wollen eine naturnahe Landesgartenschau. Die Norderstedter wollen keinen sterilen Park, sondern ein Gelände, das sie mitgestalten können", sagt Anette Reinders, (52), Spitzenkandidatin der (GALiN).
Autobahnanschluss Die CDU hat den neuen Autobahnanschluss mit ihrer absoluten Mehrheit durchgesetzt. "Alt-Garstedt wird zu 40 Prozent entlastet. Aber auch Norderstedt insgesamt hat Nutzen, da der Durchgangsverkehr nicht mehr durch die Stadt muss", sagt Nicolai. Alle anderen Parteien lehnen das Projekt ab, sie befürchten mehr Verkehr und verweisen auf die 1600 Protest-Unterschriften. Norderstedt müsse für den neuen Anschluss zahlen, profitieren würden aber die Gemeinden im Kreis Pinneberg.
Kita-Gutschein-System CDU und FDP wollen das Gutschein-System. "Dieses Modell ist ein kindförderndes System. Die Eltern erhalten den Betreuungsbedarf, den sie für ihr Kind brauchen", sagt Nicolai. Ein Wettbewerb unter den Betreibern wird sich zum Vorteil der Kinder auswirken, sagt die FDP. SPD und GALiN lehnen das Modell ab. Sie fordern stattdessen mehr Personal, bessere Ausstattung und eine stärkere Kooperation mit den Unternehmen. Die Linke will grundsätzlich mehr Geld in Erziehung und Ausbildung der Kinder investieren.











