NORDERSTEDT. Wer will den überhaupt noch ein Gutscheinmodell für die Norderstedter Kitas?", fragt sich der Vorsitzende der Kreiselternvertretung, Stefan Reimann, in einem Brief an die Redaktion. Nachdem zuletzt der Grundsatzbeschluss zur Einführung des Modells durch Aussagen von CDU und Verwaltung in Frage gestellt wurden (wir berichteten), kritisiert Reimann: "Die CDU wartet auf Argumente der Verwaltung. Die Verwaltung im Interessenkonflikt, nämlich selbst auch Kita-Träger zu sein, wartet auf die Entscheidung der CDU und signalisiert weder öffentlich noch in der ersten Beratungsvorlage im Ausschuss für junge Menschen Schulterschluss zu diesem Systemwechsel, noch entwickelt sie eigene Vorschläge zur Qualitätssteigerung in den städtischen Kitas." In der Diskussion gehe es offenbar nicht darum, was die Eltern für ihre Kinder wollen. "Sondern darum, was - ja wer denn nun - für unsere Kinder für am besten hält. Diejenigen hatten spätestens seit der Neufassung des Kita-Gesetzes und der Beschlussfassung der Bildungsleitlinien 2004 ihre Chance und ihren Auftrag", sagt Reimann. Einig seien sich alle, dass mehr Betreuungsstunden bei den Kindern ankommen müssten und dass für alle Kinder gleiche Bildungsbedingungen geschaffen werden müssen. Reimann: "Dass keines der bundesweit eingeführten Gutscheinsysteme diese Auswirkungen hatte, wird verschwiegen."
Norderstedt
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