Aber viele Kinder gingen leer aus, weil die Väter und Mütter schneller waren. Die Infos zur Landesgartenschau wurden vom Publikum gut angenommen.

Norderstedt. Anton (8) und Michel (4) haben knapp 20 Eier in ihren Körben. Die Brüder waren schnell, sie hatten die Verstecke geortet, bevor die Konkurrenz zur Stelle war. Und die war groß: Rund 5000 Eltern und Kinder hatten sich zur größten Osterei-Suche in Schleswig-Holstein im Norderstedter Stadtpark eingefunden. Die Organisatoren Oliver Hauschildt und Falkenberg-Pastor Gunnar Urbach hatten das Suchgelände mit rot-weißem Flatterband absperren lassen. Doch um kurz nach 12 Uhr gibt es kein Halten mehr. Die ersten Kinder rennen auf die Fläche, alle anderen folgen.

Schon nach wenigen Minuten hatten die Sammler die 11 000 Eier gefunden. Viele gingen leer aus. "Wenn die Erwachsenen mitsuchen, haben vor allem die ganz Kleinen wenig Chancen", sagte Susanne Groß (35) aus Norderstedt. Die Mutter und ihr Mann standen am Rand, während ihre Söhne Anton und Michel die Körbe füllten. Die Kritik stößt bei den Veranstaltern auf offene Ohren. "Nächstes Mal werden wir eine Fläche nur für die kleinen Kinder absperren und die Eltern auffordern, nicht mitzusuchen", sagte Hauschildt, der mit der Resonanz zufrieden ist. Er hatte zwar mit noch mehr Besuchern gerechnet, aber angesichts des ungemütlichen Wetters sei die Beteiligung ein Erfolg. Daher werde das Spektakel wahrscheinlich im nächsten Jahr wiederholt. "Das wäre schön, denn Norderstedt braucht mehr solche Veranstaltungen", sagte Hanne Lotte Bastians (38). Susanne Groß begrüßte auch die Kombination von Osterei-Suche und Informationen über die Landesgartenschau 2011, die unter anderem auf dem jetzigen Suchgelände stattfinden wird. "Nun wissen wir schon mal, wo wir in drei Jahren hinmüssen", sagte die Norderstedterin.

Viele Besucher nutzten die Chance, sich beim Förderverein der Gartenschau und während der Führungen um den großen See und durch den späteren Waldpark über das Großereignis zu informieren.

"Beim ersten Rundgang waren fast 100 Interessierte dabei", sagte Kai Jörg Evers, einer der Geschäftsführer der Gartenschau-Gesellschaft Stadtpark Norderstedt. "Ich wollte mal wissen, was da genau auf uns zukommt, und ob ich auch künftig mit meinem Hund über das Gelände gehen kann", sagte Anja Barwich (43). Zumindest während der Gartenschau müssen die Vierbeiner allerdings draußen bleiben.