Norderstedt. Norderstedt
Der Vorschlag der CDU, die Kindertagesstätten in Norderstedt an 20 statt wie bisher an drei Tagen im Jahr zu schließen, stößt bei den Eltern auf Kritik. "Das bringt viele Väter und Mütter in Not", sagt Katrin Schmieder (39), Elternvertreterin der Kindertagesstätte an der Pellwormstraße und Sprecherin der Schließzeiten-Gegner. Beschäftigte mit Kindern könnten in den meisten Unternehmen nicht darauf pochen, dass sie gerade dann frei haben, wenn die Kitas geschlossen sind.
Zwar sei das Ziel des CDU-Vorschlags, durch die Erhöhung der Schließzeiten Betreuungsstunden zu gewinnen und damit den gesetzlich vorgeschriebenen Bildungsauftrag umzusetzen, grundsätzlich zu begrüßen. Doch der Teufel stecke im Detail.
Die Elternvertreter haben sich intensiv mit der Initiative auseinandergesetzt. "Herausgekommen sind viele Fragen, die uns bis jetzt weder von der Politik noch von der Stadtverwaltung zufriedenstellend beantwortet wurden", sagt Katrin Schmieder.
Die Elternvertreter lehnen die längeren Schließzeiten ab. Doch wenn sie eingeführt werden, favorisieren sie eine andere Lösung: Jede Kita soll individuell schließen. Alle Eltern werden verpflichtet, ihre Kinder für 15 Arbeitstage in den Sommerferien zu Hause zu lassen und teilen den Zeitraum bis Ende Februar verbindlich mit. "So kann frühzeitig ermittelt werden, wie viel Personal gebraucht wird. Und Eltern, die durchgehend eine Betreuung brauchen, bekommen diese. Notgruppen werden also in der "eigenen" Kita gebildet", sagt Katrin Schmieder, die nun hofft, dass die Anregungen der Eltern in der nächsten Sitzung des Ausschusses für junge Menschen Berücksichtigung finden. Zwar hätten Politik und Verwaltung zugesagt, die Fragen schon in der vorigen Sitzung zu beantworten. Das sei aber nicht geschehen. Die nächste öffentliche Sitzung am Mittwoch, 4. Juli, beginnt um 18.30 Uhr im Norderstedter Rathaus, Sitzungsraum 2.











