Norderstedt. Obwohl die Stadt Norderstedt gerade die Zuschüsse für das neue Tierheim in Henstedt-Ulzburg erhöht hat, verfolgt der Verein "Tierheim Norderstedt" nach wie vor mit Hochdruck sein Ziel: ein privates Tierheim für die fünftgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. "Der Bürgermeister hat sich gegen eine von der Stadt betriebene Einrichtung ausgesprochen. Unseren Plänen steht er aber durchaus positiv gegenüber", sagt Ulrike Scholz, Vorsitzende des Vereins. Sie und ihre Mitstreiter besichtigen zurzeit andere Tierheime, versuchen Geld aufzutreiben und sprechen mit der Verwaltung über mögliche Standorte. Der Verein ist weiter davon überzeugt, dass die Stadt ein privates Tierheim braucht: "Wie sollen ältere oder gebrechliche Menschen ohne Auto in den Norden Henstedt-Ulzburgs kommen, um sich ein Tier auszusuchen oder eins abzugeben?", sagt die Vorsitzende. Sie geht davon aus, dass ein solches Domizil für Fundtiere ausgelastet ist. Bei der Stadt würden nur die Tiere registriert, die die Polizei findet. Viel größer sei aber die Zahl der Fundtiere, die von den Bürgern direkt ins Tierheim gebracht werden. Der Verein kann sich auch ein Nebeneinander von Tierheimen in Norderstedt und Henstedt-Ulzburg vorstellen. Hamburg mit dem zentralen Heim an der Süderstraße und den vielen kleineren Einrichtungen zeige, dass eine Kooperation möglich ist. Morgen treffen sich die Mitglieder um 19.30 Uhr im TuRa-Sportlerheim, um über das Projekt zu diskutieren.ms