Norderstedt. Der Appell von Propst Stefan Block ist in Norderstedt offenbar auf offene Ohren gestoßen. Nach dem Krach um die Mobilfunkantenne auf dem Dach der Erlöserkirche in Henstedt-Ulzburg hatte der Geistliche Pastoren und Kirchenvorstände aufgefordert, offensiv mit dem Thema umzugehen. Die Anlage auf dem Gotteshaus in Henstedt war, wie berichtet, jahrelang vor der Gemeinde geheim gehalten worden.
"Bevor wir entscheiden, ob eine weitere Mobilfunkanlage aufs Kirchendach kommt, wollen wir hören, was die Bürger dazu sagen", sagt nun Martin Lorenz, Pastor der Christuskirche in Garstedt. Der Mobilfunkanbieter O2 habe angefragt.
Nach intensiver Diskussion und langer Bedenkzeit habe sich der Kirchenvorstand grundsätzlich für die Installation ausgesprochen. O2 werden in jedem Fall einen Standort in Garstedt finden. Ist das die Christuskirche, kämen die Einnahmen dem Gemeinwohl zu Gute.
"Der Kirchenvorstand geht davon aus, dass die Mobilfunkanlagen keine erkennbare Gefahr für Leib und Leben mit sich bringen", sagt Lorenz. Dennoch wird ein eventuelles Gesundheitsrisiko Thema der Gemeindeversammlung am Sonntag, 26. September, sein. Die Versammlung beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Um 11 Uhr schließt sich die Diskussion an. Ein Mitarbeiter des unabhängigen "Ecolog-Instituts" erarbeitet ein Vorgutachten zur Gesundheitsverträglichkleit einer weiteren Mobilfunkanlage auf dem Kirchturm. Die Erkenntnisse sollen auf der Versammlung vorgestellt werden. "Ecolog geht davon aus, dass auch Immissionen unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte schädlich sein können. Daher setzen wir uns als Kirche strenge ethische Maßstäbe", sagt Lorenz.
Infos gibt es im Internet unter www.ecolog-institut.de.











