Norderstedt
31.12.12

Norderstedt

Kaltenkirchen investiert in die Infrastruktur

Die Stadtvertretung beschließt den Haushalt 2013. Neue Gewerbegebiete kosten Millionen. Neue Betriebe sollen angelockt werden.

Von Wolfgang Klietz
Foto: Wolfgang Klietz
Hier wird es im kommenden Jahr für die Autofahrer eng: 800.000 Euro investiert die Stadt in die Kanalsanierung im Bereich Friedenstraße/Schmalfelder Straße
Hier wird es im kommenden Jahr für die Autofahrer eng: 800.000 Euro investiert die Stadt in die Kanalsanierung im Bereich Friedenstraße/Schmalfelder Straße

Kaltenkirchen. Die Strategie ist klar: Die Stadt Kaltenkirchen nimmt neue Schulden auf, um später den Saldo im eigenen Etat reduzieren zu können. Was zunächst widersprüchlich klingt, hat einen vernünftigen Hintergrund, wenn die Rechnung aus dem Rathaus aufgeht. Die Stadt wird in die Infrastruktur der eigenen Gewerbegebiete investieren, um neue Betriebe anzulocken. Haben die Unternehmen sich erst einmal niedergelassen, soll ihre Gewerbesteuer den städtischen Etat entlasten.

Größter Brocken im Investitionshaushalt 2013 werden die Erschließungskosten für den Bereich Hochmoor sein. 3,8 Millionen Euro gibt die Stadt dafür im kommenden Jahr aus. Auf einer Fläche von 22 Hektar sollen Ver- und Entsorgungsleitungen und Straßen entstehen. Dass Firmen die neue Infrastruktur auch nutzen werden, gilt im Rathaus als sicher. "Es liegen bereits Anfragen vor", sagt Bürgermeister Hanno Krause. Er spricht von Investitionen, die Einnahmen bringen sollen.

Das Gewerbegebiet und andere Investitionen schlagen jedoch im kommenden Jahr negativ zu Buche. Die Stadt nimmt neue Kredite in Höhe von 1,16 Millionen Euro auf, sodass der Schuldenstand Ende des kommenden Jahres voraussichtlich 29,5 Millionen Euro betragen wird. Das ergibt pro Einwohner 1469 Euro. Krause ist jedoch optimistisch, dass die Strategie aufgehen wird und Kaltenkirchen seinen Schuldenstand bis Ende 2016 auf 25,9 Millionen Euro drücken kann. Das wären dann im Schnitt 1288 Euro Schulden je Einwohner.

Nicht nur der Zuzug neuer Betriebe, sondern auch das Bevölkerungswachstum schlagen in Kaltenkirchen kräftig zu Buche. Nachdem die Stadt im vergangenen Jahr erstmals nach offizieller Zählung die 20.000-Einwohner-Marke überschritten hatte, musste sie ein eigenes Verkehrsamt und ein Rechnungsprüfungsamt einrichten. Auch für die Einführung der kaufmännischen Buchführung braucht die Verwaltung neue Mitarbeiter. Der Vorsitzende des Hauptausschusses und Chef des Hauptausschusses, Kurt Barkowsky, spricht von einer "gewaltigen Steigerung der Personalkosten". 5,5 Millionen Euro wird die Stadt 2013 für ihre Mitarbeiter ausgeben.

Außerdem zahlt die Stadt im kommenden Jahr:

- 1,28 Millionen Euro für die Erschließung des 4,5 Hektar großen Wohngebiets Flottmoorkoppel.

- 2,45 Millionen für die Sanierung der Parkplatte am Bahnhof.

- 802.000 Euro für die Kanalsanierung Schmalfelder Straße/Friedenstraße.

- 400.000 Euro für den Kreisverkehr Schmalfelder Straße/Radensweg/Am Ehrenhain.

- 390.000 Euro für neue Horte mit 50 Plätzen in den Kindertagesstätten Abenteuerland und Kunterbunt.

- 95.000 Euro für Bau und Einrichtung eines Kinder- und Jugendbüchereiraums in der Stadtbücherei.

- 100.000 Planungskosten für den Bau der neuen Feuerwache.

Vertagt hat die Stadt das Projekt, die Holstenstraße in eine "Straße für alle" umzubauen. 2,2 Millionen sind dafür veranschlagt. Allein 250.000 Euro kostet die Planung. "Das würde den Haushalt sprengen", sagt der Bürgermeister.

Er geht davon aus, dass der Umbau in den kommenden Jahren nicht finanzierbar sein wird. Bei den Haushaltsberatungen scheiterte die FDP mit ihrem Antrag, zunächst 5000 Euro bereitzustellen, um mit den ersten Planungsschritten für das Projekt beginnen zu können.

Der Haushalt wurde in der Stadtvertretung einstimmig von CDU, SPD, ADK und den fraktionslosen Mitgliedern bei Enthaltung der FDP-Fraktion beschlossen.

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