Kiel. Die Eltern im Hamburger Umland lassen die Regionalschule im Regen stehen und setzen dafür auf die Gemeinschaftsschule. Wie das Schulministerium gestern bekannt gab, erreichte nur eine der fünf beantragten Regionalschulen im Umland die zum Start nötige Mindestschülerzahl. Bei den Gemeinschaftsschulen sind es 16 von 17. Auf der Strecke blieb nur die geplante Einheitsschule im Amt Leezen. Schulministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) betonte, dass die Regionalschule (Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen) landesweit "kein Flop" sei. Von den 41 beantragten Einrichtungen können 29 starten, weil sich mindestens 45 Schüler fanden. Von den 50 beantragten Gemeinschaftsschulen schafften 47 die Hürde (mindestens 60 Schüler). Die Sonderentwicklung im Umland, die auf ein zweigeteiltes Schulsystem (Gymnasium und Gemeinschaftsschule) hinausläuft, wird von der Landesregierung nicht torpediert. So machte Erdsiek-Rave deutlich, dass die gesetzlich vorgeschriebene Grundversorgung mit Regionalschulen nicht durchzusetzen ist. "Schulen ohne Schüler kann es nicht geben." Folge: In Regionen ohne Regionalschule müsste das Land die Gemeinschaftsschulen verpflichten, jeden Schüler aufzunehmen. Als Beispiel nannte Erdsiek-Rave den Kreis Stormarn, weil dort keine der zwei beantragten Regionalschulen (Bad Oldesloe und Bargteheide) zustande kommt.
Norddeutschland
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