Die niedersächsischen Landesforsten bieten bei der Laubholzversteigerung in Northeim eine absolute Rarität an: Eine rund 1700 Jahre alte Mooreiche. Der knapp 60 Zentimeter dicke gut erhaltene Stamm sei durch Zufall bei Pflegemaßnahmen in einem verlandeten Gewässer entdeckt worden, sagte der stellvertretende Leiter des Forstamtes Seesen, Fritz Griese, am Montag.

Der stellvetretende Forstamtsleiter Fritz Griese vermisst die rund 1700 Jahre alte Mooreiche. Mehr als 1500 Jahre hatte die Eiche im morastigen Boden gelegen - ihr ursprüngliches Lebensalter wird auf 150 Jahre geschätzt. Nun wird die Rarität versteigert.

Der stellvetretende Forstamtsleiter Fritz Griese vermisst die rund 1700 Jahre alte Mooreiche. Mehr als 1500 Jahre hatte die Eiche im morastigen Boden gelegen - ihr ursprüngliches Lebensalter wird auf 150 Jahre geschätzt. Nun wird die Rarität versteigert.
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Seesen. Der Baum hat nach Untersuchungen von Experten der Universität Göttingen mehr als 1500 Jahre im morastigen Boden gelegen. Er ist bestens erhalten. Denn in dem Morast wurde er sauerstofffrei konserviert. Das ursprüngliche Lebensalter der Eiche schätzten Experten auf 150 Jahre.

Griese geht davon aus, dass der Standort der Eiche in der Nähe von Bad Gandersheim um das Jahr 500 zu feucht geworden war. Der Baum sei dann langsam abgestorben, nach einigen Jahrzehnten umgestürzt und dann im morastigen Boden eingeschlossen worden. Etwas Vergleichbares hätten die Landesforsten bei einer Laubholzsubmission noch nie im Angebot gehabt, sagte Sprecher Stefan Fenner.

Mooreichen sind besonders hart. Und durch die Huminstoffe im Boden nehmen sie bis in ihren Kern hinein eine außergewöhnliche dunkle Färbung an. Sie sind deshalb unter anderem als Furnier- und Möbelholz sehr begehrt. Aber auch Musikinstrumentenbauer und Kunsthandwerker schätzten dieses besondere Holz, sagte Griese.

Die Landesforsten erhoffen sich bei der Submission daher einen Höchstpreis für den acht Meter langen Stamm, der auf dem Lagerplatz des Forstamtes Liebenburg zu begutachten ist. Mehrere potenzielle Abnehmer hätten bereits großes Interesse bekundet, sagte Griese. Bei einer Submission erhält derjenige Interessent den Zuschlag, der das höchste schriftliche Angebot abgibt.

Bei der Northeimer Submission der Landesforsten am 14. Januar 2009 werden insgesamt rund 2500 Kubikmeter hochwertiges Laubholz versteigert. Wegen der besonderen Qualität der Stämme nehmen traditionell viele Käufer aus allen Teilen Deutschlands und dem europäischen Ausland an der Veranstaltung Teil.dpa/lni