"Wir sind geschockt und entsetzt, dass so etwas am helllichten Tag in einem gut besuchten Gebäude passieren kann", sagt Kai Jörg Evers, Sprecher der...

Der Tatort: Das Norderstedter Rathaus.
Foto: Malitzki
Norderstedt. "Wir sind geschockt und entsetzt, dass so etwas am helllichten Tag in einem gut besuchten Gebäude passieren kann", sagt Kai Jörg Evers, Sprecher der Norderstedter Stadtverwaltung, nach einer Tat, die gestern von der Polizei bekannt gegeben wurde. Auf einer Toilette im Rathaus von Norderstedt hat ein Unbekannter eine 18 Jahre alte Schülerin vergewaltigt.
Die junge Frau hielt sich am frühen Donnerstagnachmittag in einem Seitenflügel des Verwaltungsgebäudes auf, wie Polizeisprecherin Silke Tobies mitteilte. Plötzlich sei sie von dem Mann angegriffen, in die Toilette gezerrt und sexuell missbraucht worden. Dem Unbekannten gelang die Flucht. Die 18-Jährige stellte noch am Donnerstag Strafanzeige.
Weitere Details wollen weder die Stadtverwaltung noch die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen preisgeben. Klar ist, dass es sich nicht um eine Mitarbeiterin bzw. Auszubildende der Stadtverwaltung handelt. Vermutlich hat die junge Frau an einem Kursus der Volkshochschule teilgenommen und sich im etwas abseits gelegenen Bereich der Kulturträgerräume und Galerie aufgehalten.
"In einem solchen multifunktionalen Gebäude mit Volkshochschule, Stadtbücherei und weiteren Einrichtungen ist es unmöglich, die Besucher hundertprozentig zu schützen", sagt der Rathaussprecher. Das Gebäude sei damals ja extra so konzipiert worden, dass es mehr als ein reiner Verwaltungsbau ist. Die Planer wollten einen Treffpunkt und ein Bildungs- und Kulturzentrum schaffen, das für die Norderstedter bis in die Nacht geöffnet ist. Gerade der Donnerstag mit der verlängerten Öffnungszeit bis 18 Uhr sowie den VHS-Angeboten und kulturellen Veranstaltungen bis in den Abend bringe eine hohe Besucher-Frequenz. Jede Einrichtung verfüge über Toiletten, hinzu kommen noch die zahlreichen WCs in den Verwaltungsetagen. Da sei eine Kontrolle oder Überwachung unmöglich.
Die Ermittler suchen dringend Zeugen, die Hinweise zu Tat und Täter geben können. Laut Polizei handelt es sich um einen etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann, der Deutsch mit starkem Akzent sprach. Hinweise nimmt die Kripo Norderstedt unter Tel. 040/52 80 60 entgegen.












