Nach dem Erfolg bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern weiten die Rechtsextremisten ihre Aktivitäten nach Norden aus.
Kiel. Nach ihrem Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die NPD Schleswig-Holstein ins Visier. "Es wird offen propagiert, dass die Kommunalwahl in Schleswig-Holstein das nächste Ziel ist", warnte Kiels Innenminister Ralf Stegner (SPD) gestern bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2006.
NPD-Aktivitäten - SPD greift Wulff an
Punkten will die NPD bei der Wahl im Mai 2008 einerseits mit Sozialthemen wie Hartz IV. "Die Nazis spielen sich als Schutzmacht der kleinen Leute auf", so Stegner. Andererseits versuche die NPD, bei bürgerlichen Protestbewegungen wie etwa der in Dithmarschen gegen eine Kreisreform Fuß zu fassen. "Sie sind dort präsent", bestätigte Verfassungsschutzchef Horst Eger.
Unterstützt wird die Landes-NPD, die laut Bericht nur 240 Mitglieder hat, aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort laufen seit Herbst, als die NPD in den Landtag einzog (7,3 Prozent), immer mehr Fäden zusammen.
Für die zentrale Rolle Mecklenburg-Vorpommerns gibt es weitere Belege: In jüngster Zeit verlagerten etliche Skinhead-Vertriebe ihren Sitz ins Nachbarland. Dort lebt inzwischen auch der Rechtsextremist Thomas Wulff, der früher aus Hamburg die Gründung von Kameradschaften förderte, unter anderem im Kreis Pinneberg. "Diese Kameradschaft ist kaum noch vorhanden", meinte Eger. Neo-Nazi-Gruppen gebe es dagegen in Dithmarschen, Neumünster sowie im Raum Lübeck, dort auch dank Hilfe aus Mecklenburg.











