BUCHHOLZ/KIEL. Das Dutzend ist voll: Die Panzerknacker, die bereits im Juni und Juli Geldautomaten in Norddeutschland gesprengt und mehrere hunderttausend Euro erbeutet und einen ebenso hohen Schaden angerichtet hatten, haben nach einer sechswöchigen Pause wieder zugeschlagen. In den vergangenen Nächten gleich viermal in Buchholz und Egestorf im Kreis Harburg. Allerdings kamen sie dabei nur einmal an ihre Beute. "Bei einer Sprengung in einer Filiale der Harburg-Buxtehuder Sparkasse in Egestorf erbeuteten die Täter einen höheren Euro-Betrag", erklärte Kai Schlotfeldt, Sprecher des Landeskriminalamtes in Kiel. Die Kieler Experten leiten die länderübergreifenden Ermittlungen.

Am Donnerstag abend hatte das ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY . . . ungelöst" über die Serie der gesprengten Geldautomaten in Schleswig-Holstein und Niedersachsen berichtet. Am 9. Juni hatte die Serie in Breitenfelde (Kreis Herzogtum Lauenburg) begonnen. Danach gingen die vermutlich zwei Täter immer gleich vor: Sie stoppen eine dunkle Limousine vor einer dörflichen Bankfiliale. Ein maskierter Mann geht in den Schalterraum, sprüht Lack auf die Linsen der Kameras, um unbeobachtet arbeiten zu können. Dann wird Gas in den Automaten geleitet und der Geldschrank gesprengt. Anschließend raffen die Räuber die Euroscheine aus den offenen Schubladen zusammen und rasen davon. Bisher kam die Polizei immer zu spät. Die freistehenden Automaten in Banken, die verkehrsgünstig gelegen sind, suchen sich die Räuber aus, weil sie nicht in Wände eingelassen und darum gut zu öffnen sind. Der Fernsehbeitrag hat der Polizei bisher mehr als zehn Hinweise gebracht. "Eine heiße Spur ist dabei bisher nicht zu erkennen, aber wir arbeiten die Hinweise alle sorgfältig ab", sagte Schlotfeldt. Einen Zusammenhang mit Sprengungen in Österreich und Italien sieht man bisher nicht. Offenbar gibt es dort ähnlich arbeitende Banden. In Norwegen starb ein 19jähriger, mehrere Freunde wurden verletzt. Vermutlich hatten sie das Sprengen von Geldautomaten geübttja