Institut für Seefischerei Umzug und neues Forschungsschiff

Foto: Thünen-Institut/Pressestelle Thünen-Institut

Das gerade von einer Nordseereise nach Bremerhaven zurückgekehrte Forschungsschiff "Walther Herwig III" soll durch Neubau ersetzt werden.

Bremerhaven/Hamburg. Beim Institut für Seefischerei stehen zwei große Neuerungen bevor. Das gerade von einer Nordseereise nach Bremerhaven zurückgekehrte Forschungsschiff "Walther Herwig III" soll durch einen Neubau ersetzt werden. Das größere und bis zu 96 Millionen Euro teure Schiff könnte zu dem für 2016 geplanten Umzug der Forschungseinrichtung von Hamburg nach Bremerhaven fertig sein, sagte Institutsleiter Gerd Kraus.

Im Neubau im Fischereihafen von Bremerhaven sollen die Institute für Seefischerei und Fischereiökologie zusammengeführt werden. In seinem Haus seien etwa 150 Mitarbeiter von dem Umzug betroffen, sagte Kraus. Der Architektenwettbewerb war im vergangenen Oktober unter 19 Entwürfen entschieden worden.

Mit 75 Metern Länge wird das neue Schiff, dessen Name noch nicht feststeht, deutlich größer als die seit 1993 eingesetzte, 63 Meter lange "Walther Herwig III". Dann sollen bis zu 26 statt 12 Wissenschaftler an den Fahrten teilnehmen können. "Unsere Aufgaben sind umfangreicher geworden", sagte Kraus. Heute gehe es bei der Fischereiforschung sehr stark um Fragen der Meeresökologie.

Die "Walther Herwig III" gehört der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, sie ist der Reeder. Das Institut für Seefischerei ist der Nutzer. Es liefert unter anderem Grundlagendaten für die Fischereipolitik.