HARBURG. Auf der Bootswerft des Harburger Beschäftigungsträgers "Jugend in Arbeit Hamburg" wird am 16. Januar der Nachbau eines römischen Kriegsschiffs auf Kiel gelegt. Das fertiggestellte Schiff soll anschließend mit einer spektakulären Fahrt auf Donau, Rhein, Lippe, Ems und Weser in 20 Städten Station machen und auf die Ausstellungen "2000 Jahre Varus-Schlacht" im Jahr 2009 an Originalschauplätzen in Detmold, Haltern und Kalkriese aufmerksam machen.
Der Nachbau des römischen Kriegsschiffs im Harburger Binnenhafen wird von Prof. Dr. Christoph Schäfer, Alte Geschichte, Uni Hamburg, wissenschaftlich begleitet. Beteiligt ist auch das Römermuseum in Haltern. Vorlage bieten 1994 nahe der Anlegestelle des römischen Kastells von Oberstimm an der Donau gefundene und in ganzer Länge von etwa 16 Meter erhaltene römische Schiffe aus dem ersten und zweiten Jahrhundert. Schäfer: "Wir können erkennen, dass solche Schiffe von 18 bis 20 Ruderern angetrieben wurden. Aussagen über Leistungsvermögen und Manövrierfähigkeit bietet aber nur experimentelle Archäologie."
Römische Legionen begannen elf Jahre vor Christus zerstrittene Germanenstämme zu unterwerfen, fuhren für Eroberungen auch mit Schiffen auf dem Rhein. Neun Jahre nach Christus schlugen Germanen den römischen Feldherrn Quintilius Varus und drei Legionen bei Kalkriese nahe Osnabrück.











