27.06.12

Mecklenburg-Vorpommern

Land gibt 12 Millionen Euro zur Rettung der P+S-Werften

Die Landesregierung hat am Mittwoch weitere Gelder zur Rettung der von der Insolvenz bedrohten Werften in Stralsund und Wolgast freigegeben.

Foto: dpa
Schiffe der Bundeswehr auf dem Gelände der P+S-Werft in Wolgast (Archivbild)
Schiffe der Bundeswehr auf dem Gelände der P+S-Werft in Wolgast (Archivbild)

Schwerin. Für die Rettung der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast hat die Landesregierung in Schwerin am Mittwoch in einer Sondersitzung weitere 12,2 Millionen Euro freigegeben. Mit Hilfe des nun überwiesenen Geldes könnten Rechnungen beglichen und die Löhne und Gehälter der 1750 Beschäftigten gezahlt werden, teilte die Staatskanzlei mit. "Das ist unser Beitrag dazu, dass die Aufträge der Werften im vorgesehenen Fahrplan abgeschlossen werden. Denn nur so wird die Rettung von P+S gelingen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

+++Zulieferer sichern Werften im Nordosten 20 Millionen Euro zu+++

+++P+S-Werften droht auch bei Rettung Abbau von Arbeitsplätzen+++

Mit der neuen Tranche hat das Land nach eigenen Angaben bislang Kredite in Höhe von 44 Millionen Euro an die insolvenzgefährdeten Schiffbaubetriebe ausgezahlt. Am 19. Juni war ein Beihilfedarlehen im Umfang von insgesamt 152,4 Millionen Euro beschlossen worden.

Die Auszahlung dieser Mittel war an Voraussetzungen geknüpft, darunter die finanzielle Beteiligung der Zulieferer an der Werftenrettung. Sie hatten sich am Dienstag schriftlich dazu verpflichtet. "Es ist ein wichtiger Schritt nach vorn, dass sich die im MAZA-Verbund vereinten Zulieferer bereiterklärt haben, sich mit Eigenkapitalleistungen von 20 Millionen Euro an den P+S-Werften zu beteiligen. In den kommenden Wochen müssen die Zulieferer und die Werften konkrete Vereinbarungen aushandeln", teilten Sellering und Glawe mit.

Zur Rettung des Schiffbau-Unternehmens sind dem Vernehmen nach insgesamt rund 300 Millionen Euro nötig. Die EU, ohne deren Zustimmung keine Hilfen gewährt werden dürfen, fordert einen privaten Anteil am Rettungspaket von mindestens 40 Prozent. Auch die Werftarbeiter leisten einen Beitrag zur angestrebten Werftenrettung, indem sie auf einen Teil ihres Lohns etwa bei Überstunden verzichten.

(abendblatt.de/dpa)
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