S21-Projekt

S-Bahn-Anbindung in Kaltenkirchen? Minister klärt auf

Ab 2020 soll die S-Bahn auf der elektrifizierten AKN-Strecke über Henstedt-Ulzburg nach Kaltenkirchen fahren

Foto: Bartlomiej Banaszak / Deutsche Bahn AG

Ab 2020 soll die S-Bahn auf der elektrifizierten AKN-Strecke über Henstedt-Ulzburg nach Kaltenkirchen fahren

Für die S21 soll die bestehende AKN-Strecke mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro elektrifiziert werden.

Kaltenkirchen. Ellerau Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat am Freitag Befürchtungen zurückgewiesen, das Land stehe nicht mehr hinter dem sogenannten S21-Projekt – also der geplanten S-Bahn-Verbindung von Hamburg nach Kaltenkirchen. "Dieses Vorhaben ist eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte für die Landesregierung in Schleswig-Holstein", sagte Meyer bei einem Treffen mit dem Ellerauer Bürgermeister Eckart Urban und SPD-Landtagskandidat Stefan Weber. "Wir sind im Planfeststellungsverfahren und setzen alles daran, dieses ehrgeizige Schienenprojekt zu verwirklichen", so der Minister.

Verkehrsstaatssekretär löste Irritationen aus

In den vergangenen Tagen hatte es entlang der Bahnstrecke einige Irritationen gegeben. Ausgelöst hatte sie der Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele mit Äußerungen, die dahingehend interpretiert wurden, das Land nehme Abstand von dem Millionenprojekt.

Meyer, Nägeles Vorgesetzter, erklärte nun: "Mein Staatssekretär hat vor Ort lediglich auf das nicht ganz triviale Planfeststellungsverfahren hingewiesen. Denn klar ist, dass gerade der Abschnitt Ellerau wegen der Betroffenheit vieler Grundstückseigentümer ein neuralgischer Abschnitt ist und somit natürlich auch denkbar wäre, dass es im Verlauf der Planung noch zu Anpassungen kommen muss. Denn wir müssen und werden auch die Bedenken und Begehren der Anwohner aufnehmen", so der Minister.

Das werde aber nicht dazu führen, dass die S21 nicht komme. Meyer: "Wir stehen ohne Wenn und Aber zu diesem großen Infrastrukturvorhaben."

100 Millionen Euro für die S21

Das Planfeststellungsverfahren für die S21 liegt nach Angaben der AKN im Zeitplan. Schriftliche Einwendungen von Anliegern und Institutionen werden derzeit geprüft. Für die S21 soll die bestehende AKN-Strecke mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro elektrifiziert werden. Die Kosten teilen sich Hamburg und Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Bundes. Ziel ist es, eine leistungsfähige und umsteigefreie Verbindung bis zum Hamburger Hauptbahnhof zu schaffen.

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