Ryanair Neue Strecken in Bremen - Aer-Lingus-Übernahme verboten

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Die EU-Kommission verbietet Ryanair erneut die Übernahme von Konkurrent Aer Lingus. In Bremen baut die Fluggesellschaft ihre Verbindungen aus. Ein neues Ziel ist Dublin.

Bremen. Die irische Fluglinie Ryanair erweitert von Bremen aus ihr Streckennetz. Zu den bereits angekündigten neuen Verbindungen nach Barcelona, Kreta, Rom und Thessaloniki soll im Spätsommer noch eine Verbindung nach Dublin kommen, kündigte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Mittwoch an. Mit insgesamt 26 Strecken ab Bremen will die Fluglinie in diesem Jahr 950.000 Passagiere befördern und die Zahl 2014 auf bis zu 1,1 Millionen steigern.

Eine andere Hoffnung muss Ryanair dagegen begraben. Die EU-Kommission hat Europas größtem Billigflieger erneut die Übernahme des Rivalen Aer Lingus untersagt.

Ein Zusammenschluss der beiden führenden Fluggesellschaften Irlands wäre zum Nachteil der Verbraucher ausgefallen, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. Mit der knapp 700 Millionen Euro schweren Übernahme wäre eine marktbeherrschende Stellung entstanden, die wahrscheinlich eine Einschränkung des Angebots und für die Flugreisenden höhere Preise zur Folge gehabt hätte. Die Zugeständnisse von Ryanair hätten nicht genügt, um die Bedenken auszuräumen. Damit verbietet die Brüsseler Behörde erstmals einen Übernahmeversuch zum zweiten Mal. Ryanair kündigte umgehend Berufung an.

Ryanair hatte ein Angebot über 694 Millionen Euro für den heimischen Rivalen vorgelegt. Es ist bereits der dritte Versuch von Ryanair-Chef Michael O'Leary, die 75 Jahre alte Traditionsairline zu kaufen: Bereits 2007 verbot die EU-Kommission die Übernahme. Zwei Jahre später gab O'Leary nach hartem Widerstand von Aer Lingus einen zweiten Versuch auf.