27.02.13

Bispingen

Betreiber wünscht neue Attraktion im Snow Dome

Die beliebte Skihalle in der Lüneburger Heide macht Ostern zu. Den künstlichen Pisten droht dadurch das dauerhafte Aus.

Foto: dpa
Snow Dome in Bispingen
Große Sprünge sind im Snow Dome offenbar nicht mehr drin

Bispingen. Die auch Heidegletscher genannte Wintersporthalle Snow Dome bei Bispingen in der Lüneburger Heide wird zu Ostern geschlossen und vermutlich nicht wiedereröffnet. Nach knapp siebenjährigem Dauerbetrieb seien aufwendige Arbeiten an der Technik nötig, die bei laufendem Betrieb nicht möglich seien, teilte der Betreiber Snow Dome Sölden in Bispingen GmbH am Dienstag mit.

Ob die Kosten für die Sanierung nicht getragen werden können oder die Einnahmeverluste im Falle einer vorübergehenden Schließung zu hoch seien, blieb offen. Die Besucherzahlen hätten nicht unter den Erwartungen gelegen.

Die fast 140 festen Mitarbeiter wurden am Dienstag auf einer Betriebsversammlung über die Pläne informiert. Eine Wiedereröffnung der im Jahr 2006 eröffneten Halle sei kein Thema gewesen, sagte Unternehmenssprecherin Leonie Stolz. Gemeinsam mit dem Betriebsrat sei deshalb ein Sozialplan für die Beschäftigten beschlossen worden. Betroffen sind 137 fest angestellte Mitarbeiter.

Der Snow Dome bietet auf einer Schneefläche von rund 24.000 Quadratmetern eine Rodelbahn, eine 300 Meter lange Skipiste und ein Freestyle-Gelände, auf dem Snowboarder und Skifahrer neue Sprünge und Tricks üben. Ein Sessellift bringt die Sportler zur Bergstation auf 35 Meter Höhe. Die Wand ziert ein winterliches Bergpanorama, eine Fensterfront gibt den Blick frei auf eine Landschaft, die die längste Zeit des Jahres im grellen Kontrast zum Schnee in der Halle grüne Wiesen und Wälder zeigt - und keine einzige Erhebung.

Was aus dem Bau werden soll, sei noch unklar, erklärte Stolz. "Für die Gemeinde Bispingen wünschen wir uns eine neue Attraktion in der Halle - möglicherweise unter neuen Betreibern." Bis Ostersonntag (31. März) soll der Betrieb weitergeführt werden. In den Snow Dome waren auch Landesmittel geflossen. Im vergangenen Geschäftsjahr (April bis März) hatte der Snow Dome 500.000 Besucher gezählt.

Wegen Statikproblemen hatte eine ähnliche Anlage in Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern im August 2010 für rund ein Jahr schließen müssen. Eine andere in Brandenburg war 2010 vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

(dpa)
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