22.02.13

Schleswig-Holstein

Kieler Regierung will Arbeit für das Land attraktiver machen

Wird die Gewinnung guter Mitarbeiter schwieriger als der Personalabbau in der Landesverwaltung? Die Regierung in Kiel rechnet damit.

Foto: DPA
Bürokratie
Arbeit im Öffentlichen Dienst soll attraktiver werden

Kiel. Die Landesregierung in Kiel will ihre Anstrengungen verstärken, neue kompetente Mitarbeiter für die Landesverwaltung zu gewinnen. Dies kündigte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Freitag im Landtag an. Zwar sollen bis 2020 mehr als 5000 Stellen abgebaut werden. Da aber im gleichen Zeitraum 12.000 Beschäftigte den aktiven Dienst verlassen, sind trotzdem mehrere tausend Stellen nachzubesetzen. Im Wettbewerb um Fachkräfte werde es darauf ankommen, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes herauszustellen und zu steigern, sagte Heinold. Die Veränderung der Altersstruktur stelle den öffentlichen Dienst vor eine große Herausforderung. "Die Gewinnung von Personal erfordert daher verstärkte Anstrengungen."

Eine Projektgruppe in der Staatskanzlei solle Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Landesverwaltung als Arbeitgeber erarbeiten, sagte Heinold. Ziel sei es auch, das selbst ausgebildete Personal zu binden. Zudem solle für die Ausbildung in der Landesverwaltung ein einheitliches Karriereportal entwickelt werden. Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen und Menschen mit Behinderung sollen besonders gezielt angesprochen werden.

Da das Land bei der Höhe der Vergütung mit der freien Wirtschaft zum Teil nicht mithalten könne, müsse es mit anderen Pfunden wuchern, erläuterte Heinold. Als Beispiele nannte sie Teilzeitmodelle, mit denen auf fast jede Lebenssituation reagiert werden könne, die Sicherheit des Arbeitsplatzes, Heim- und Telearbeit oder die Einrichtung von Kinderbetreuungszimmern in Ministerien und Behörden.

Zum Konflikt um die Frage, inwieweit der Tarifabschluss für die Angestellten – die Verhandlungen dazu laufen – auf die Beamten übertragen werden soll, bekräftigte Heinold, es werde eine wohl abgewogene Entscheidung und keine Nullrunde für die Beamten geben. Das Ergebnis der Tarifgespräche werde abgewartet, bevor eine Entscheidung fällt. Die Gewerkschaften fordern für die Angestellten 6,5 Prozent mehr Geld; die Landesregierung hat im Haushalt zunächst ein Plus von 1,5 Prozent eingeplant.

(dpa)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. GeldInterbankenzinsRussland erlebt seinen eigenen Lehman-Moment
  2. 2. DeutschlandNorbert Röttgen"Russische Wirtschaftsmisere nicht unser Problem"
  3. 3. KommentareRussland-KriseDer Westen zeigt, wie klein Putin in Wahrheit ist
  4. 4. WirtschaftVer.di-StreiksWarum Polen ein Paradies für Amazon ist
  5. 5. WirtschaftAlnaturaDie Angst der Bio-Hersteller vor der Rache der Eltern
Top Video Alle Videos

Weil Sebastian Edathy Ex-BKA-Chef Jörg Ziercke wiederholt in der Pressekonferenz als Informationsquelle belastete, fordert der Linke-Obmann Frank Tempel eine erneute detaillierte Befragung Zierckes.mehr »

Top Bildergalerien mehr

HSV spielt auf Schalke

Niedersachsen

Gefahrgut-Unfall auf der A7 bei Göttingen

Porträt

Eine gute Show: Die Artistenfamilie Traber

2. Bundesliga

FC St. Pauli gewinnt gegen Aalen

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr