20.02.13

Schleswig-Holstein

CDU: Kubicki soll nicht länger "Politik-Kasper" geben

Ex-Ministerpräsident Carstensen pariert Vorwürfe des FDP-Fraktionschefs und rät Wolfgang Kubicki im Gegenzug zu etwas mehr Demut.

Foto: dpa
Wolfgang Kubicki erhält Kitzinger Schlappmaulorden
Wolfgang Kubicki während der Prunksitzung der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (KiKaG) mit Schlappmaulorden

Kiel Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hat seine Partei gegen die Kritik von FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki verteidigt.

Er rate Kubicki "aufzuhören, immer mehr den Kasper der deutschen Politik zu geben", sagte Carstensen am Mittwoch dem Online-Portal des "Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags" (sh:z). Die Liberalen hätten ihre jüngsten Wahlerfolge zum großen Teil mit Stimme aus dem CDU-Lager erzielt. Kubicki würden ein bisschen weniger Arroganz und etwas mehr Demut gut zu Gesicht stehen.

Carstensen zeigte sich angesichts der Angriffe "sehr befremdet". Gegenüber dem ehemaligen Koalitionspartner müsse ein wenig mehr Loyalität möglich sein, sagte er. Kubicki habe er zu Koalitionszeiten als scharfsinnigen Analytiker sowie als verlässlich kennen- und schätzen gelernt. "Wenn es jedoch darum ging, Verantwortung in einem Regierungsamt zu übernehmen, hat er sich immer in die Sasse gedrückt."

Kubicki hatte erklärt, "die CDU befindet sich offensichtlich in einem freien Zersetzungsprozess". "Es gibt keine vernünftigen hierarchischen Strukturen mehr." Die CDU erzeuge bei ihm außer Kopfschütteln nur noch Heiterkeit. Er sprach vom letzten Aufgebot. Die Union will im März den Europaabgeordneten Reimer Böge zum neuen Landeschef wählen.

Auch CDU-Parteivize Ingbert Liebing kritisierte Kubicki scharf. "Er hat Unterhaltungswert, mit dem er zur Zeit vor allem Talk-Shows füllt, doch es fehlt an Substanz", sagte Liebing. Er nahm zugleich Böge in Schutz: "Im Gegensatz zu Kubicki verfügt Reimer Böge über Substanz, über Seriosität."

Kubicki habe dagegen in Berliner FDP-Kreisen nicht umsonst den Ruf eines Windbeutels. "Mit der Kritik Wolfgang Kubickis ist es wie mit einem Soufflé, das zu früh aus dem Ofen geholt wird. Das Ganze fällt in sich zusammen", sagte Liebing. Der Liberale laufe seit Monaten der SPD und den Grünen hinterher und biedere sich bei Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück an.

(dpa)
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