05.02.13

Kreis Herzogtum Lauenburg

Landesstraße 205 gesperrt – weil sie nicht sicher ist

Landesbetrieb sperrt die zwölf Kilometer lange Strecke. Autofahrer sind sauer. Opposition fordert mehr Geld für den Unterhalt der Straßen.

Foto: Marcelo Hernandez
Straßenschäden und Schlaglöcher
Ein tiefes Schlagloch in einer Straße: Im Kreis Herzogtum Lauenburg musste eine Landesstraße komplett gesperrt werden, weil sie nicht mehr sicher ist

Büchen/Kiel. Autofahrer sind sauer und die Opposition auch: Im Kreis Herzogtum Lauenburg wurde die Landesstraße 205 zwischen Büchen-Dorf und Sarnekow gesperrt, weil sie nicht mehr verkehrssicher ist. Nur noch Anlieger und Linienbusse dürfen die Straße passieren.

Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr bat um Verständnis für die Sperrung der zwölf Kilometer langen Strecke. Aus der Opposition in Kiel kam scharfe Kritik an der Verkehrspolitik der rot-grün-blauen Koalition: "Wir sind doch nicht in der DDR und bauen mitten in Deutschland Schlagbäume auf", sagte der CDU-Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp.

Der schlechte Zustand der Straßen nach den ersten beiden Frostperioden zeige, dass die Regierung die Mittel für den Straßenunterhalt nicht wie geplant von 30 auf 12 Millionen Euro kürzen dürfe.

Das Verkehrsministerium gab an, die Erhaltung der Straßen sei angesichts der Haushaltskonsolidierung eine Herausforderung. Wegen der knappen Mittel könne nicht jede Landesstraße die gleiche Qualität aufweisen.

2009 war der Zustand der Landesstraßen zum letzten Mal erfasst worden. Danach sind für ein Viertel des 3600-Kilometer-Netzes Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Das Ministerium will prüfen, ob zusätzliche Mittel bereitgestellt werden können, zum Beispiel für die L205. Wenn die Regierung ihre Kürzungspläne durchziehe, werden aus Sicht des CDU-Politikers Arp Straßensperrungen bald zum Alltag gehören.

(dpa)
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