04.02.13

Neue Statistik

Arbeit, Schule, Arzt: Immer mehr Pendler in Hamburg

155.000 Berufstätige pendeln täglich von Schleswig-Holstein. Hamburger zieht es deutlich seltener in den Norden – außer zum Heiraten!

Foto: dpa
Sonnenaufgang in Hamburg
Die Sonne geht hinter den Museumsschiffen Rickmer-Rickmers (r.) und der Cap San Diego an den Landungsbrücken auf

Kiel/Hamburg. Die Anziehungskraft der Metropole Hamburg ist erneut statistisch belegt: Dreimal so viele Schleswig-Holsteiner pendeln zur Arbeit nach Hamburg als umgekehrt. Rund 155.000 Berufstätige fahren in die Elbmetropole. Das teilte das Statistikamt für Hamburg und Schleswig-Holstein am Montag in der Hansestadt mit. In die Gegenrichtung pendeln dagegen nur 50.100 Hamburger.

Besonders beliebt ist Schleswig-Holstein als Wohnsitz bei Hamburger Beamten. Jeder Vierte von ihnen lebt im Norden. Fast jeder fünfte Hamburger Beschäftigte (18,6 Prozent) kommt aus Schleswig-Holstein. Dagegen macht der Anteil der Pendler aus Hamburg lediglich sechs Prozent der im nördlichen Bundesland Beschäftigten aus – das ist etwa jeder 17. Arbeitnehmer im Norden.

Die Angaben zu den Pendlern sind nur ein Teil der umfassenden Statistik zur Verflechtung beider Bundesländer. Knapp zwei Prozent der Schüler (3400) an den allgemeinbildenden Schulen Hamburgs kommen aus dem nördlichen Umland. Aus Hamburg führt der Schulweg nach Schleswig-Holstein dagegen nur für kaum mehr als 0,1 Prozent der Pennäler (456).

In Hamburger Krankenhäusern wurden im Jahr 2010 über 83.900 Einwohner Schleswig-Holsteins vollstationär behandelt. Damit kamen 17,9 Prozent der in den Hamburger Kliniken behandelten Patienten aus dem nördlichen Nachbarland. Einen deutlich kleineren Patientenstrom (22.100) zog es aus der Elbmetropole zur Behandlung nach Schleswig-Holstein. Ihr Anteil der Krankenhauspatienten im Norden beträgt 3,8 Prozent.

Den Bund fürs Leben schließen dagegen Hamburger sehr viel lieber im Norden als Schleswig-Holsteiner in der Millionenstadt. So gaben sich im Jahr 2011 genau 1180 der mehr als 7000 Hochzeitspaare mit Hamburger Beteiligung in Schleswig-Holstein das Ja-Wort (16,8 Prozent). Umgekehrt waren es nur 221 von 16.000 Paaren in der Hansestadt – das entspricht 1,3 Prozent.

Die große wirtschaftliche Verflechtung beider Länder spiegelt sich auch im gegenseitigen Gütertransport von 10,7 Millionen Tonnen nach Hamburg und 9,9 Millionen Tonnen nach Schleswig-Holstein.

Ausdruck der unterschiedlichen Wirtschaftskraft ist die Höhe der Importe und Exporte: Nach Schleswig-Holstein wurden Waren im Wert von 21,2 Milliarden Euro eingeführt und 18,3 Milliarden ausgeführt. Die Hamburger Werte sind drei- beziehungsweise zweimal so hoch: 69 Milliarden Euro Importe und Exporte im Wert von 41,7 Milliarden Euro.

(dpa)
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