P+S-Werft Regierungskoordinator besucht Stralsunder Werft

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Der maritime Koordinator der Bundesregierung zeigt sich optimistisch, dass es auch 2014 mit Schiffsbau in Stralsund weitergehen wird.

Stralsund. Nach einem Besuch der insolventen P+S-Werft hat sich der maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, optimistisch gezeigt, dass es auch 2014 mit dem Schiffbau in Stralsund weitergehen wird. "Ich bin zuversichtlich, dass das gelingt", sagte Otto (FDP) am Sonnabend. Nachdem seit Montag wieder rund 300 Werftarbeiter an den beiden Transportschiffen für die dänische Reederei DFDS arbeiteten, sei der Optimismus bei allen Beteiligten sehr deutlich zu spüren.

Auch mit Blick auf mögliche Interessenten meinte er: "Wichtig ist, dass die Werft im Produktionsprozess bleibt." Der Bau von Offshore-Plattformen und Versorgungsschiffen könne eine wichtige Perspektive für die Werft sein. "Daraus nährt sich der Optimismus", sagte Otto.

Die Reederei DFDS hatte nach Bekanntwerden der vorläufigen Insolvenz im September die Verträge für die beiden Schiffe gekündigt, später aber einen neuen Kontrakt über die Fertigstellung abgeschlossen. Das dänische Verteidigungsministerium muss dem Vertrag noch zustimmen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die ausstehenden Bedingungen für die Erteilung des Auftrags für die beiden Transportschiffe kurzfristig erfüllt werden und der Auftrag dann hereinkommt", sagte dazu Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium seines Parteikollegen Philipp Rösler.

Die 195 Meter langen Schiffe sollen bis Frühjahr 2014 fertiggestellt werden. Bis dahin – so die Hoffnung der Insolvenzverwaltung und des Betriebsrates – sollte ein neuer Investor für die Werft gefunden sein. Seit Montag gehen mit den Mitarbeitern aus Verwaltung und Konstruktion wieder rund 500 Menschen auf die Stralsunder Werft zur Arbeit, die einst 1200 Beschäftigte hatte.