Tag des Gedenkens Sellering erinnert an Opfer des Nationalsozialismus

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Er mahnte die Erinnerung an die NS-Gewaltherrschaft wachzuhalten. Am Sonntag ist offizieller Gedenktag für die Holocaust-Opfer.

Schwerin. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) dazu aufgerufen, die Erinnerung an die Millionen von Opfern der NS-Gewaltherrschaft wachzuhalten. "Die Nationalsozialisten haben zunächst in Deutschland eine brutale Gewaltherrschaft errichtet und dann die halbe Welt in einen fürchterlichen Krieg gestürzt", erklärte Sellering am Freitag in Schwerin. Am Sonntag vor 68 Jahren befreiten sowjetische Truppen das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Holocaust.

"Die von den Nazis begangenen Verbrechen dürfen nicht vergessen werden. Und sie dürfen sich nie wiederholen", betonte der Regierungschef. Daher müsse man rechtsextremem Gedankengut und rechtsextremen Gewalttätern entschlossen entgegentreten. "Es kann keinen Zweifel darüber geben, dass die neuen Nazis, wenn sie könnten, wie sie wollen, wieder eine Gewaltherrschaft in Deutschland errichten würden", warnte Sellering. Eine ganz klare Mehrheit in Deutschland und auch in Mecklenburg-Vorpommern aber würde Rechtsextremismus und Gewalt entschieden ablehnen.