Kieler Landtag Viel Lärm um nichts wegen angeblicher Bestechung

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Angeblich sei ein Piratenabgeordneter zum Essen eingeladen worden. Dabei habe man vor ihm einen Geldschein gewedelt. Ein Missverständnis.

Kiel. Am Ende war gar nichts so schlimm, wie es zunächst schien: Patrick Breyer, Fraktionschef der Piratenpartei, deutete am Donnerstag im Kieler Landtag an, ein Piratenabgeordneter hätte quasi ein Bestechungsangebot erhalten. Bei einer Einladung zum Essen sei vor seiner Nase mit Geldscheinen gewedelt worden. FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki forderte umgehend Aufklärung. Breyer wollte sich im Plenum nicht näher äußern, daraufhin kam der Ältestenrat zusammen.

Schließlich Entwarnung: Daniel Günther (CDU) und Uli König (Piraten) traten zu Beginn der Nachmittagssitzung gemeinsam an das Rednerpult zu persönlichen Erklärungen, begleitet von Gelächter. Er habe in der Cafetetería im Scherz mit einem 50-Euro-Schein gewedelt, damit König der Plenarsitzung am Mittwochabend fernbleibe, sagte Günther. Das sei auch von allen als Scherz aufgefasst worden. König bestätigte das. Er habe zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gehabt, dass er bestochen werden sollte. Breyer meinte darauf, selbst im Scherz sollte man so etwas unterlassen.