21.01.13

Marine

Korvette "Oldenburg" in Dienst gestellt

Mehrere Jahre hat die Marine darauf gewartet, dass die neuen Korvetten fertig werden. Nun geht es Schlag auf Schlag.

Foto: dpa
Korvette «Oldenburg» wird in Dienst gestellt
Eine Deutschlandfahne hängt auf der Werft Blohm + Voss kurz vor der Taufe der Korvette "Oldenburg" im Jahr 2007

Rostock. Auf dem Marinestützpunkt Rostock-Hohe Düne ist am Montag die Korvette "Oldenburg" in Dienst gestellt worden. Sie gehört zum 1. Korvettengeschwader, das aus insgesamt fünf Schiffen der sogenannten Braunschweig-Klasse besteht. Die "Magdeburg" und die "Braunschweig" sind schon einsatzbereit. Die "Magdeburg" war bereits Ende vergangenen Jahres im Rahmen der Unifil-Mission der Vereinten Nationen vor dem Libanon im Einsatz. Die "Braunschweig" soll im April in Richtung östliches Mittelmeer starten. Die "Oldenburg" werde nun noch einige Übungen absolvieren und in wenigen Monaten ebenfalls den Status der Einsatzbereitschaft erlangen, teilte die Marine mit.

Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Christoph Otto Ciliax, war jüngst davon ausgegangen, dass alle fünf Schiffe Anfang 2014 einsatzbereit sein werden. Die Indienststellung der "Erfurt" ist für Ende Februar, die der "Ludwigshafen" für März geplant. So ist die "Ludwigshafen" derzeit zur sogenannten Warmwassererprobung in brasilianischen Gewässern unterwegs.

An Bord einer Korvette leisten jeweils 58 Soldaten Dienst. Die Schiffe sind besonders für Überwachungsoperationen in Küstengewässern ausgerüstet. So haben sie mit gut drei Metern einen extrem geringen Tiefgang und können auch landgestützte Ziele angreifen. Sie können drei Wochen auf See bleiben und haben damit nach Ansicht des Vizechefs des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos, Konteradmiral Rainer Brinkmann, die ideale Ausstattung für jene Einsätze, mit denen die Marine künftig konfrontiert sein wird.

Wegen einer Pannenserie hatte sich die Inbetriebnahme der fünf insgesamt 1,2 Milliarden Euro teuren Korvetten um rund vier Jahre verzögert. Probleme mit dem Getriebe, der Elektronik oder der Klimatechnik hatten die Schiffe lahmgelegt. Auch traten im - allerdings hermetisch abgeschlossenen – Maschinenraum giftige Formaldehyddämpfe aus. Die Gesundheit der Mannschaft war Marineangaben zufolge nie gefährdet.

(dpa)
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