Niedersachsen Erneuter Zwischenfall im Atomkraftwerk Brunsbüttel

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Leck im Kühlwassersystem sorgt für nächste Panne im abgeschalteten Kernkraftwerk. Erst vor wenigen Tagen gab es einen Batterie-Defekt.

Brunsbüttel. In dem abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel hat es erneut eine Panne gegeben. Bei einer Rohrleitung des Nebenkühlwassersystems sei eine Leckage aufgetreten, teilte das für die Atomaufsicht zuständige Energiewendeministerium am Freitag in Kiel mit. Am 11. Januar hatte es bereits einen Batterie-Defekt im Brennelemente-Zwischenlager auf dem Gelände des Kernkraftwerks gegeben. Beide Pannen sind meldepflichtige Ereignisse, aber kein Störfälle. Vattenfall will das Kraftwerk rückbauen, das nach dem Atomausstieg der Bundesregierung seit 2007 nicht mehr ans Netz darf.

Das Elbwasser führende Nebenkühlwassersystem sorgt für eine Kühlung der Notstromdiesel, die jederzeit einsatzbereit sein müssen. Die Leckage wurde im Maschinenhaus festgestellt. Die Kühlwasserversorgung sei durch den vergleichsweise kleinen Wasserverlust nicht beeinträchtigt gewesen, betonte die Atomaufsicht. Die sicherheitstechnische Bedeutung dieser Leckage sei damit nach vorläufiger Einschätzung "eher gering".

Der Konzern Vattenfall als Betreiber habe erste Abhilfemaßnahmen getroffen.