10.01.13

Bundeswehreinsatz

"Patriot"-Transport lädt in Emden Munition auf

Zwischenstopp für den Schiffstransport: Zu den Raketen kam Munition für die Waffensysteme. Geplante Ankunft ist am 21. Januar in der Türkei.

Foto: dpa
«Patriot»-Transport lädt in Emden Raketen auf
Der Schiffstransport der Bundeswehr mit "Patriot"-Luftabwehrstaffeln in die Türkei hat in Emden einen Zwischenstopp gemacht

Emden. Der Schiffstransport der Bundeswehr mit "Patriot"-Luftabwehrstaffeln in die Türkei hat am Donnerstag einen Zwischenstopp in Emden gemacht, um Munition für das Waffensystem an Bord zu nehmen. Die Raketen sind in 25 Containern verpackt, die an Deck der Fähre verzurrt wurden, sagte der Sprecher der Streitkräftebasis, Oberstleutnant Ulrich Fonrobert. "Es hat keine Probleme gegeben."

Nach Angaben der Bundeswehr brachten Lastwagen die Container aus einem Munitionsdepot an den Kai im Emder Außenhafen. Das 196 Meter lange Frachtschiff "Suecia" einer dänischen Reederei hatte am Dienstag im schleswig-holsteinischen Travemünde bereits 300 Fahrzeuge und 130 Container mit militärischer Ausrüstung an Bord genommen. Die Route des Schiffs führt durch das Mittelmeer zum türkischen Hafen Iskenderun. Ankunftsdatum ist der 21. Januar.

Insgesamt werden bis zu 350 deutsche Soldaten und zwei Raketenabwehrsysteme in das Einsatzgebiet entsandt. Auch die USA und die Niederlande beteiligen sich mit je zwei "Patriot"-Staffeln an der Mission. Die Einheiten werden in der Türkei zum Schutz vor Angriffen etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt stationiert.

Die ersten 20 deutschen Soldaten waren am Dienstag zusammen mit etwa 30 niederländischen Kräften aus Eindhoven zum südtürkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik abgeflogen. Das Vorauskommando soll die Stationierung der "Patriot"-Abwehrraketen vorbereiten. Der größte Teil der deutschen Soldaten soll nächste Woche folgen. Laut Bundestagsmandat liegt die Obergrenze bei 350 plus 50 Soldaten Reserve.

(dpa)
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