10.01.13

Wahl am 20. Januar

FDP in Niedersachsen legt auf fünf Prozent zu

Zehn Tage vor der Wahl führt weiter eine Mehrheit für Rot-Grün. Doch auch ein neues schwarz-gelbes Bündnis scheint möglich.

Foto: dapd
Der Landesvorsitzende der FDP Niedersachsen, Stefan Birkner
Der Landesvorsitzende der FDP Niedersachsen, Stefan Birkner

Hannover. Die Niedersachsen-Wahl am 20. Januar wird zum Kopf-an-Kopf-Rennen: Zwar haben SPD und Grüne laut einer neuen Umfrage weiter eine Mehrheit. Doch auch die regierenden Parteien CDU und FDP können hoffen, weil die Liberalen erstmals seit langem auf fünf Prozent kommen.

Nach dem am Donnerstag vom ZDF veröffentlichten Politbarometer liegt die CDU derzeit mit 39 Prozent deutlich vor der SPD (33 Prozent). Für die Grünen sprechen sich zehn Tage vor der Wahl 13 Prozent aus. Linke und Piratenpartei würden mit jeweils drei Prozent nach der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen den Sprung in den Landtag verpassen.

In Niedersachsen sind am 20. Januar rund 6,2 Millionen Menschen zur Wahl des neuen Landtags aufgerufen. Ein Großteil von ihnen hat über die Stimmabgabe noch nicht entschieden: Laut ZDF-Politbarometer wissen 42 Prozent der Wahlberechtigten noch nicht sicher, wen und ob sie wählen gehen. "Um diese Stimmen werden wir nun mit aller Kraft kämpfen. Die Oppositionsparteien sind nach zwölf Monaten Dauerwahlkampf ausgelaugt", erklärte CDU-Generalsekretär Ulf Thiele.

Die neuen Zahlen decken sich in etwa mit der jüngsten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR, die CDU und SPD jeweils um einen Prozentpunkt höher eingestuft hatte. Keine Unterschiede gibt es bei Grünen, Linkspartei und Piratenpartei. Die FDP hingegen liegt nun erstmals seit langem wieder bei fünf Prozent – ein Aufwärtstrend, der sich schon in der vor einer Woche veröffentlichen NDR-Umfrage angedeutet hatte.

Laut Politbarometer können die angeschlagenen Liberalen auf weiteren Auftrieb hoffen: So befürworten 50 Prozent der CDU-Anhänger, wenn Unionswähler die FDP über ihre Zweitstimme unterstützen, 27 Prozent der CDU-Anhänger lehnen solche Leihstimmen ab.

FDP-Landeschef Stefan Birkner erklärte, seine Partei koppele sich positiv vom Bundestrend ab. "Wir erleben die damalige Entwicklung von NRW und Schleswig-Holstein jetzt auch bei uns in Niedersachsen. Wir spüren eine sehr große Zustimmung und große Zuversicht bei unseren Veranstaltungen und an den Wahlkampfständen", sagte Birkner nach Parteiangaben.

SPD-Wahlkampfleiter Michael Rüter betonte hingegen, seine Partei habe zusammen mit den Grünen weiterhin eine Mehrheit. "Ebenso wie im letzten Politbarometer liegt Rot-Grün vorne. Und auch die heutige Umfrage zeigt, dass die Niedersachsen Schwarz-Gelb nicht mehr wollen", sagte der SPD-Landesgeschäftsführer. Laut der neuen Erhebung sprechen sich derzeit 30 Prozent der Wahlberechtigten für eine Neuauflage von Schwarz-Gelb aus, 47 Prozent setzen auf Rot-Grün. "Entscheidend wird das grüne Wahlergebnis sein. Wer den Wechsel will, muss mindestens mit der Zweitstimme Grün wählen", erklärten die Spitzenkandidaten der Grünen, Anja Piel und Stefan Wenzel.

Nichts Neues bei der Frage der Beliebtheit der Spitzenkandidaten: 48 Prozent der Befragten wollen, dass David McAllister (CDU) im Amt bleibt. SPD-Herausforderer Stephan Weil hat zwar leicht aufgeholt, ihn wollen aber nur 33 Prozent als Regierungschef haben.

Das Hamburger Meinungsforschungsinstitut GMS veröffentlichte am Donnerstag zudem eine im Auftrag der CDU erhobene Umfrage, wonach die Union derzeit bei 41 Prozent liegt. Die SPD kann demnach mit 33 Prozent rechnen, die FDP käme auf fünf Prozent.

(dpa)
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