Hamburg und Schleswig-Holstein Unternehmer fordern bessere Zusammenarbeit im Norden

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Verhältnis zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein sei sehr kühl geworden. Unternehmer im Norden fordern Bekenntnis zur Zusammenarbeit.

Hamburg. Das Verhältnis zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein ist nach Ansicht der Unternehmer im Norden sehr kühl geworden. "Sie hätten sich deutlich mehr erwartet von zwei SPD-geführten Regierungen, aber die Zusammenarbeit hat gar nicht erst begonnen", sagte Sebastian Schulze, Geschäftsführer und Sprecher der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UV Nord). Stattdessen hätten der Streit um die internationale Leitmesse der Windenergie und die Verklappung von Hafenschlick für "Funkstille" gesorgt.

Bei der traditionellen Jahresauftaktveranstaltung der Unternehmensverbände Nord an diesem Mittwoch müssten Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und sein schleswig-holsteinischer Kollege Reinhard Meyer (SPD) nun "Farbe bekennen", forderte Schulze. Beide Politiker werden in ihren Ansprachen auf die Perspektiven der benachbarten Bundesländer eingehen. "Wir erwarten neue Impulse und ein Bekenntnis zur länderübergreifenden Zusammenarbeit", betonte Schulze. Nach seinen Angaben hat die Vereinigung 71 Mitgliedsverbände mit 33.000 Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein.