Mecklenburg-Vorpommern Forderung: Sportschuhe für Hartz-IV-Kinder

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Mehr Leistungen, weniger Bürokratie: Mecklenburg-Vorpommern will das Bildungs- und Teilhabepaket für arme Kinder erweitern und vereinfachen.

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern will das Bildungs- und Teilhabepaket für arme Kinder über eine Bundesratsinitiative verbessern und vereinfachen. Der bürokratische Aufwand in den Kommunen soll geringer werden, erklärte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag, nachdem das Kabinett in Schwerin den Vorstoß in der Länderkammer beschlossen hatte. Zudem soll es für Schul- und Kitafahrten künftig Geld im Voraus geben. Bisher müssen die Eltern die Summen vorschießen, wie ein Sprecher Schwesigs erklärte.

Außerdem sollen Kinder aus Hartz-IV- und Geringverdienerfamilien beim Sport besser unterstützt werden. Nach Schwesigs Vorstellungen sollen künftig die Fahrten zum Sportverein oder der Kauf von Sportschuhen über das Bildungs- und Teilhabepaket abgerechnet werden können. Bisher gibt es nur einen Zuschuss zu den Vereinsbeiträgen. Fehlende Ausrüstung behindere die Teilhabe betroffener Kinder am Vereinssport, so Schwesigs Sprecher. Der Bundesrat wird sich den Angaben zufolge am 14. Dezember mit dem Vorstoß Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigen.