04.12.12

Neustadt

1500 Menschen bei Anti-Terror-Übung im Hansapark

Terroristen nehmen Geiseln im Hansapark. 800 Kräfte einer Spezialeinheit und die GSG 9 wurden alarmiert. Die Polizei probte den Ernstfall.

Foto: dpa
Polizeiübung im Hansapark
Beamte einer Spezialeinheit stürmen für ihr Training den Hansapark

Sierksdorf. Eine Anti-Terror-Übung im Freizeitpark: Bei der bislang größten Übung dieser Art waren am Dienstag rund 1500 Menschen im Einsatz. Das teilte Bernd Olbrich von der Landespolizei mit. An der Übung im Hansapark nahmen Spezialeinheiten aller Länder und die GSG 9 der Bundespolizei teil – insgesamt 800 Einsatzkräfte. Wie lange sie dauern sollte, blieb unklar.

"Der Einstieg entspricht den Bedingungen eines realistischen Einsatzes. Da entwickelt sich die Lage ja auch nach und nach", sagte Olbrich. So wussten zu Beginn der Übung die Einsatzkräfte nur ansatzweise, was sie in erwartet. Nur so viel war klar: Eine größere Anzahl von Parkbesuchern sollten von zahlreichen Terroristen als Geiseln festgehalten werden.

Genauere Angaben zur Übung wollte Olbrich nicht machen: "Die Teilnehmer sollen schließlich nicht aus den Medien erfahren, wie es weitergeht", sagte er. Außerdem unterliege die Polizeitaktik für den Ernstfall in weiten Teilen der Geheimhaltung. Immerhin verriet er, dass an dem ersten Angriff Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen beteiligt waren. Später sollten auch Beamte aus anderen Bundesländern und der GSG 9 in das Geschehen eingreifen.

Die Polizei sprach von einer "intensiven Übungslage vor dem Hintergrund terroristischer Gewaltkriminalität". Einen direkten Zusammenhang mit Terrorüberfällen im Ausland gebe es jedoch nicht, sagte Olbrich.

Der direkt an der Ostsee gelegene Hansapark ist im Winter geschlossen und sei deshalb gut für eine solche Übung geeignet. Auf dem Areal des Freizeitparks sollte möglichst realitätsnah geprobt werden, wie die Spezialeinsatzkommandos bei einer so großen Geiselnahme zusammenwirken könnten. Auch der Umgang mit der dafür zur Verfügung stehenden Technik sollte trainiert werden. Die Übung ist auf mehrere Tage angelegt.

"Das Gelände stellt für uns eine besondere Herausforderung da, weil es unübersichtlich ist und ein Lebensumfeld, in dem sich viele Unbeteiligte bewegen", erläuterte ein Gruppenführer des SEK Schleswig-Holstein.

Zur Aufgabe der Spezialeinsatzkommandos gehört unter anderem die Festnahme besonders gefährlicher Straftäter. Die SEK-Beamten sind dafür speziell ausgebildet und ausgerüstet. Das SEK Schleswig-Holstein absolviere rund 200 bis 300 Einsätze im Jahr, sagte der Gruppenführer. Die Übung wurde auf Bitte der Länder und des Bundes in Schleswig-Holstein ausgerichtet.

Wegen der Übung ist die Kreisstraße zwischen Neustadt und Sierksdorf für den Durchgangsverkehr drei Tage lang gesperrt. Anlieger, landwirtschaftliche Fahrzeuge, der öffentliche Nahverkehr und Schulbusse sind davon ausgenommen.

(dpa)
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