13.11.12

Geburten

Zahl der Kaiserschnitt-Geburten in Norddeutschland steigt

Außer in Hamburg erhöhte sich zwischen 2007 und 2010 in allen norddeutschen Bundesländern die Zahl der Kaiserschnitt-Geburten.

Von Olga Zudilin
Foto: picture alliance / ZB/dpa-Zentralbild
Ein Kaiserschnitt in der Frauenklinik der Universität in Leipzig (Symbolfoto)
Ein Kaiserschnitt in der Frauenklinik der Universität in Leipzig (Symbolfoto)

Hannover. Die Zahl der Kaiserschnitt-Geburten ist in Norddeutschland gestiegen. Der Anteil dieser Art von Entbindungen erhöhte sich zwischen 2007 und 2010 mit Ausnahme von Hamburg in allen norddeutschen Bundesländern um mehrere Prozentpunkte, wie die Bertelsmann Stiftung am Dienstag mitteilte

Während in Niedersachsen die Kaiserschnitt-Rate im Jahr 2007 bei 30,8 Prozent lag, betrug sie 2010 bereits 33,1 Prozent. Niedersachsen bewegt sich sogar leicht über dem Bundesdurchschnitt von 31,9 Prozent. Insgesamt gab es in Niedersachsen im Jahr 2010 19.900 Kaiserschnitt-Geburten.

Auch in Bremen und Schleswig-Holstein sind die Kaiserschnitt-Zahlen deutlich gestiegen. 2007 erfolgten in Bremen 26,9 Prozent der Geburten auf unnatürlichem Wege, 2010 waren es 30,5 Prozent. In Schleswig-Holstein stieg der Anteil in dem Zeitraum von 29 auf 31,6 Prozent. In Hamburg sanken die Werte hingegen leicht von 28,2 Prozent auf 27,5 Prozent.

Die norddeutschen Bundesländer liegen mit dem Zuwachs an Kaiserschnitten im bundesweiten Trend. Insgesamt ist der Anteil an unnatürlichen Geburten in Deutschland von 25 Prozent im Jahr 2005 auf 31,9 Prozent im Jahr 2010 gestiegen.

Der Grund für die wachsenden Zahlen liegt den Angaben zufolge nicht, wie häufig angenommen, am steigenden Alter der Mütter, sondern vor allem an der unterschiedlichen Risikobewertung der Geburtshelfer in den einzelnen Regionen. Während beispielsweise im niedersächsischen Landkreis Holzminden im Jahr 2010 43 Prozent der Geburten nicht natürlich waren, betrug die Kaiserschnitt-Rate in der Region Hannover nur 26 Prozent.

In Deutschland gebe es keine einheitlichen Vorgaben, ob ein Kaiserschnitt notwendig sei oder nicht, sagte Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte der Bertelsmann Stiftung. Deren Sprecher, Jan Böcken, sprach von einer unguten Entwicklung, da die Kliniken immer weniger Erfahrungen mit komplizierten natürlichen Geburten hätten.

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