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Immobilien

Umzug: Was ist zu bedenken - wer muss informiert werden? Teil 1

Organisation ist die halbe Miete

Speditionspreise weichen erheblich voneinander ab. Ein wichtiger Faktor ist die Versicherung bei Beschädigungen.


Foto: Postbank

Sie haben ein neues Domizil gefunden? Dann kann es ja mit der Planung des Umzugs losgehen. Dieser muss nicht wirklich chaotisch ablaufen - rechtzeitige Organisation ist die halbe Miete.

Bei der Umzugsorganisation hilft vor allem eine gute Checkliste. Sie sollte alle wichtigen Dinge enthalten, die für den Ortswechsel relevant sind. Dazu gehört die Besorgung von Verpackungsmaterial ebenso wie die Zusammenstellung der Dinge, die auf den Sperrmüll sollen, oder die Ummeldung des Telefons.

Wer sich eine Menge Stress ersparen will, sollte mit einer Spedition umziehen. Ratsam ist es, circa zwei Monate vorher Kontakt mit Fachleuten aufzunehmen. Umzugsunternehmen, die terminlich noch nicht ausgelastet sind, zeigen eher Bereitschaft, über den Preis zu verhandeln. Da Speditionspreise erheblich voneinander abweichen, ist es wichtig, verschiedene schriftliche Angebote einzuholen. Liegt das neue Zuhause in einer anderen Stadt, kann es sich lohnen, bei dort ansässigen Anbietern anzufragen. Damit Angebote pauschal oder nach Aufwand, vergleichbar sind, sollten sie alle Leistungen detailliert ausweisen: Wird Hausrat verpackt, werden Schränke oder Küchen ab- und wieder aufgebaut, wie viele Mitarbeiter sind dabei, und wie lange dauert das Ganze? Zum Service einer professionellen Spedition gehört neben einem Kostenvoranschlag auch ein Besichtigungstermin, bei dem das Umzugsgut in Augenschein genommen wird.

Bei einem Standardumzug übernimmt die Spedition nur einen Teil der Arbeiten. Wer Kisten selbst verpackt und seine Möbel in Eigenregie montiert, kann gegenüber einem Full-Service-Komfortumzug bis zu 20 Prozent sparen. Ein großer Unterschied zwischen einem Standard- und einem umfassenden Komfortumzug besteht im Versicherungsschutz. Wenn beim Standardumzug etwas beschädigt wird, muss der Kunde gegenüber dem Spediteur nachweisen, dass die Beschädigung nicht schon beim Verpacken entstanden ist. Wird eine Spedition mit dem kompletten Umzug beauftragt, hat sie für einen entstandenen Schaden zu haften. Die Versicherung des Möbelspediteurs kommt mit maximal 620 Euro je Kubikmeter Umzugsgut auf. Bei einem Umzugsvolumen von 50 Kubikmetern ist der Umzug also mit 31 000 Euro versichert. Bei höherem Bedarf macht es Sinn, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Offensichtliche Schäden sind einen Tag nach dem Umzug schriftlich zu melden. 14 Tage hat man Zeit, verdeckte Schäden zu melden wie ein beschädigter Lift oder Kratzer auf dem Parkett.

Beim selbst organisierten Umzug spart man Geld. Man hat aber auch einiges zu bedenken. Da muss ein passendes Fahrzeug mit speziellen Gurten und Decken angemietet werden. Ein 7,5-Tonner darf mit Führerschein der Klasse 3 gefahren werden. Wer den Führerschein nach dem 1. September 1999 bestanden hat, darf maximal nur einen 3,5-Tonner lenken. Organisiert werden müssen ferner Umzugskartons, und beim Ordnungsamt sollte man ein Halteverbot beantragt werden.

Lohnend ist auch die Suche nach studentischen Hilfskräften (www.studenten-vermittlung.com). Wer umzieht, hat auch eine Menge ab- und umzumelden. Informiert werden müssen zum Beispiel Versorgungsbetriebe, Behörden, Banken, Vereine und Versicherungen. Ebenso ist bei der Post ein Nachsendeantrag zu stellen. Einen Umzugsratgeber mit Checkliste, Musterbriefen und Formularen hat der Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) zusammengestellt. Enthalten ist außerdem eine Liste zuverlässiger Umzugsunternehmen sowie ein Planungsset, um das Aufstellen der Möbel in der neuen Wohnung zu erleichtern. Der Ratgeber ist gegen Voreinsendung eines Schecks in Höhe von fünf Euro zu beziehen beim AMÖ, Schulstraße 53 in 65795 Hattersheim. Mitglieder des Mietervereins zu Hamburg erhalten bei bestimmten Umzugsunternehmen zehn Prozent Rabatt Weitere Infos unter 879 79-0 oder im Internet unter www.mieterverein-hamburg.de

Angebote von Umzugsunternehmen sind im Internet unter www.umzugsunternehmen-vergleichen.de zu finden.


Teil 2 (24./25.1.): Wohnungsabnahme

 

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