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Sitzkomfort: Chic und gesund

Bequeme Stühle zum Schaukeln und Wippen

Ergonomische Möbel sorgen für Entspannung. Wie dazu das optimale Arbeitsumfeld aussehen sollte.


Foto: Varié

Eine Skulptur zum Sitzen hat der norwegische Designer Terje Ekstrøm mit seinem Modell "Ekstrem" geschaffen. Der aus gepolsterten Rohren geformte Sessel bietet eine Vielzahl von Sitzmöglichkeiten und somit genügend Bewegungsfreiheit. "Kaum ein Mensch sitzt freiwillig für längere Zeit in derselben Position", sagt Eva Manke von der Varier Funiture GmbH. Vielmehr verlange es das allgemeine Wohlbefinden als auch die körperliche Gesundheit, dass immer wieder die Körperhaltung verändert und man von einem Sitzmöbel nicht in eine unnatürlich starre Haltung gezwungen werde. "Es ist also wichtig, dass die Stühle verschiedene Positionen, d.h. Bewegung beim Sitzen, ermöglichen", sagt Manke. Dadurch werde die Blutzirkulation gefördert und auch das Gehirn besser durchblutet. Gelenke, Muskulatur und Bandscheiben würden mit Nährstoffen versorgt sowie durch die Bewegung trainiert, gestärkt und unterstützt. "Das Sitzen auf Stühlen, die eine natürliche Bewegung zulassen, ist für uns einfach gesünder", sagt Manke. Deshalb bieten fast alle Varier-Stühle die Möglichkeit, auf ihnen zu schaukeln, zu wippen oder zu kippen. "Varier stellt den menschlichen Körper in den Mittelpunkt des Designs und studiert ihn bis ins kleinste Detail. Die Stühle wissen genau, welche Positionen die Entspannung fördern und wo und wie man den Körper unterstützen muss", erklärt Manke das Konzept des "intelligenten" Sitzens.

Ein weiteres Beispiel, wie ausgefallenes Design und praktisch-ergonomische Erfordernisse Hand in Hand gehen, verkörpert der Sessel "Peel Club" von dem Designer Olav Eldøy. "Er ist wie eine Orangenschale geformt und umgibt den Körper, sodass er Stabilität und Entspannung verschafft, ohne dabei einzuengen oder gar Körperteile abzuklemmen. Er lässt eine klassische gerade Sesselposition zu, aber ebenso angewinkelte Beine oder ein aufrechtes Sitzen mit den Beinen in der Öffnung", erläutert Manke.

Natürlich gelten ergonomische Ansprüche nicht nur für Sitzmöbel. Die Küche und das Schlafzimmer haben Ergonomie-Experten ebenso im Visier. So soll der Körper im Schlaf einerseits in Kreuz und Taille gestützt werden und andererseits an Schultern, Hüfte und Becken entlastet werden. Peter H. Feldmann, geprüfter Gesundheits- und Ergonomieberater, rät dazu, die Matratze alle vier Jahre auszutauschen, um ein ergonomisch optimales Ergebnis zu erzielen. "In dieser Zeit ändern sich bei den meisten Menschen das Körpergewicht und die Schlafgewohnheiten, sodass die alte Matratze nicht mehr 100-prozentig passt." Für die Küche empfiehlt er eine höhenverstellbare Arbeitsplatte und um den Esstisch herum unterschiedlich hohe Stühle - der Körpergröße der Familienmitglieder angepasst. Entspanntes Hochlegen der Beine abends auf der Couch findet Feldmann ganz in Ordnung. "Das ist gut für die Venen, die oftmals tagsüber leiden mussten." Und dann rät er noch: "Falls der Fernseher läuft, die Pausen beim Spielfilm nicht zum Zappen nutzen sondern zum Zappeln!"

Wer aber die vollkommene Entspannung sucht, der überlässt sich dem "Gravity". "Hineinsetzen, ein Bein auf die Ablage, mit dem anderen vom Boden abstoßen und sich nach hinten lehnen. Weiter, noch weiter - kurz überlegen - ja noch weiter, Sie fallen nicht um", verspricht Volker Timm, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens Ergo. Mit vier Sitzpositionen, einem auf die individuelle Größe einstellbaren Nackenpolster und der exakt auf die Lendenwirbel abgestimmten Rückenlehne bietet dieser Sessel geradezu ein Gefühl der Schwerelosigkeit.

Neben "Wohnen und Entspannen" nimmt "Büro & Arbeit" einen großen Raum im Ergo-Sortiment ein. "Wir möchten, dass unsere Kunden verstehen, was zum richtigen Sitzen dazugehört, will man Rückenschmerzen oder Schulter- und Nackenverspannungen vermeiden. Dabei spielen die individuellen Körperproportionen eine entscheidende Rolle", sagt Timm. So könne ein Stuhl immer nur so gut sein, wie er auf die jeweiligen Körpermaße eingestellt ist. Stuhl, Tisch und Umgebung müssen dem Körper entsprechen. Um dies zu erreichen, bietet Timm eine Analyse des jeweiligen Arbeitsplatzes an. Dabei werden sowohl die bevorzugten Sitzgewohnheiten - neigt man sich lieber vor oder lehnt man sich mehr zurück, nutzt man die Armlehnen - als auch die konkrete Arbeitsumgebung untersucht. "Denn es macht einen Unterschied", so weiß Timm, "ob am PC, am Laptop oder vorwiegend handschriftlich gearbeitet wird, ob viel von Vorlagen abgeschrieben wird oder in welcher Entfernung der Monitor steht." Der Abstand zum Monitor sollte beispielsweise 40 bis 50 Zentimeter betragen. Um die ergonomisch gebotene Distanz auch beim Laptop zu ermöglichen, empfiehlt Timm verstellbare Laptopständer, Monitor und Tastatur sollten zudem getrennt sein.

Die von allen Ergonomen empfohlene Bewegung beim Sitzen erfordert vor allem ein Arbeitsumfeld, das einen Wechsel zwischen sitzender und stehender Tätigkeit erlaubt. Hierfür bieten sich etwa zusätzliche Stehpulte an. Bewegtes Sitzen ermöglicht auch der Allroundhocker "Move", sein gewölbter Sitz wippt einen fast automatisch in eine gerade Sitzhaltung. Für den "Move" muss man je nach Ausstattung zwischen 300 und 400 Euro ausgeben. Für einen edlen Chefsessel liegt der Preis bei etwa 2500 Euro.


Weitere Informationen unter:

www.varierfurniture.de

www.preventions.de

www.ergoweb.de

www.e-slideplus.eu

 

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