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Verkleidungen: Anschlüsse für Computer und Heimkino

Ordnung statt Kabelsalat

Kanäle und Spanndecken lassen die Leitungen verschwinden. Sicherer als "wireless".

Ob Netzkabel, ISDN-Verlängerung oder LAN-Verbindung, egal ob weiß, schwarz oder bunt - der Kabelsalat zwischen Rechner, Monitor und Telefonanlage stört das Auge und manchmal sogar das Gleichgewicht. Heimarbeiter träumen schon seit Jahren davon, ohne Netzteile und Kabel auszukommen. Sie greifen daher häufig zum Platz sparenden Laptop und setzen auf "wireless" bei Internetzugang und Drucker. "Das geht, aber es ist weniger stabil als die klassische Kabelverbindung und auch weniger sicher", warnt IT-Berater Andreas Wilkens. So gut könne man ein Funknetzwerk nicht verschlüsseln und schützen, dass der Zugriff auf die Daten durch Dritte völlig ausgeschlossen sei, mal abgesehen davon, dass viele den Elektrosmog in den eigenen Wänden lieber reduzieren als vermehren möchten.

Für diese Heimarbeiter bleibt nur das klassische Kabel. Aber wohin damit? Neubauten bieten im günstigen Fall Leerrohre und Kabelkanäle unter der Fußbodenverkleidung mit und ermöglichen die Verbindung zu den Endgeräten über Dosen. Im Nachhinein LAN- und ISDN-Kabel durch Wände zu ziehen ist dagegen aufwändig und bei Mietobjekten genehmigungspflichtig. Einfacher zu montieren sind Aufputzkanäle oder Sockelleisten: "Unser neuestes Modell aus Aluminium verbirgt drei Kabelkanäle und führt auch bequem um Ecken und Wandvorsprünge herum", sagt Lars Maier von der Firma Küberit. Für die Montage wird ein Halter aus Glasfaser an die Wand geschraubt. Die Sockelleiste darauf kann jederzeit entfernt werden und die Kabel sind leicht auszutauschen. Die Kosten liegen bei rund 20 Euro pro Meter. Steht der Rechner nicht direkt an der Wand oder soll der Arbeitsplatz im Haus mobil bleiben, fehlt immer noch die Überbrückung zwischen Rechner, Drucker, Bildschirm und Wand. "Man kann die Kabel einfach durch einen Schutzschlauch bündeln", sagt Inga Schütt, Pressesprecherin bei HellermannTyton. Helawrap heißt das Produkt, das der Anbieter von Kabellösungen in unterschiedlichen Durchmessern und Farben für Kunden bereithält. Die Kosten bewegen sich um die zehn Euro. Die längs geschlitzten Schläuche sind nach dem Reißverschlussprinzip zu öffnen und zu schließen. "Die Kabel können mit einer Aufziehhilfe leicht eingeleitet und an jeder Stelle ausgeleitet werden", sagt EDV-Berater Heinz Nothofer, der die Seite www.kabelordnung.de betreibt.

Was allerdings nicht in den Schlauch hineinpasst, sind größere Netzteile, Modems oder Steckerleisten. Eine Lösung bieten hier Metallboxen oder Drahtkörbe mit einer nicht leitenden Beschichtung. "Das Gitter wird ganz einfach unter die Arbeitsplatte geschraubt und mit allen möglichen Steckern gefüllt, die sich auch leicht wieder entfernen lassen", erläutert Ingrid Angermeyer von dem gleichnamigen Vertriebsbüro. Der einfache Korb kostet ohne Versandgebühr um die 12 Euro, eine Metallbox bei www.kabelordnung.de um die 50 Euro.

Noch cleverer ist, wer schon beim Möbelkauf mitdenkt und Schreibtische mit Kabelauslass in der Platte und vertikalen sowie horizontalen Kabelführungen in den Tischbeinen erwirbt. "Was nützt die Höhenverstellbarkeit, wenn die Kabel nicht mit hoch- oder runterfahren", fragt Jochen Schneider, Vertriebsleiter des Möbelherstellers Toptec. Beliebtes Einrichtungsstück für das Büro zu Hause sei der Steharbeitsplatz mit Kabelkette. "Das ist sehr flexibel und ergonomisch, weil statische Arbeitspositionen vermieden werden."

Die Kabel wachsen in der vertikalen Kette mit oder legen sich beim Tieferstellen wieder in Schlingen zurück. Unterhalb der Tischplatte bietet ein Kabelkanal Raum für Steckdosen. Der Rechner selbst wird mit einer sogenannten CPU-Halterung unter der Platte versteckt und bewegt sich so von Sitz- in Stehhöhe mit. Die Kosten liegen für die einfache Variante ohne CPU-Halterung bei 600 Euro.

Hinter einer textilen Spanndecke wie von Clipso können Kabel auch an der Decke oder der Wand verborgen werden. Und so lässt sich auch die Verkabelung von Stereo- oder Heimkino-Anlagen unsichtbar verlegen, was allerdings ein Fachmann übernehmen sollte.

 

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