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Immobilien

Büroimmobilien: Hamburgs Markt steht vor Veränderungen

City Süd zählt zu den Gewinnern

Dritter Platz nach Innenstadt und HafenCity. Die Lage am Wasser ist sehr begehrt. Es gibt hier auch Wohnungen.

Der Büroimmobilienmarkt in der Hamburger Innenstadt boomt. Der Flächenumsatz erreichte 2007 nach Angaben von Grossmann & Berger mit 578 000 Quadratmetern das höchste jemals in Hamburg registrierte Ergebnis. In der City werden Mieten zwischen 12 und 22 Euro pro Quadratmeter erzielt. Tendenz steigend. Profiteur dieser Entwicklung ist die City Süd, die Immobilienspezialist Angermann als "hidden Champion" bezeichnet.

Der Champion im Verborgenen folgt dem Spitzenduo, der Hamburger Innenstadt und der Hafencity, mit einem Flächenumsatz von 72 200 Quadratmetern bei einer Durchschnittsmiete von 9,20 Euro - ein dritter Platz, den die City Süd seit 2002 behauptet. "Sie zählt wieder zu den gefragten Bürostandorten und ist längst kein reiner Backoffice-Standort mehr", sagt Frank Freitag, Niederlassungsleiter von Jones Lang LaSalle. "Es gibt Gebäude, in denen sich auch die eine oder andere Firmenzentrale findet."

Andreas Rehberg, Geschäftsführer bei Grossmann & Berger erwartet, dass sich weitere Firmen, die ihre Büros jetzt noch in der Innenstadt haben, für die City Süd interessieren werden, wenn die Preise in der City weiter ansteigen. "Dann wird sich die Schere zwischen den Mietpreisen in der City und der City Süd noch weiter öffnen." 2007 lag die Preisspanne in der City Süd nach Angaben von Jones Lang LaSalle zwischen sechs und 11,75 Euro pro Quadratmeter. Experte Freitag sieht wenig Spielraum für Mietpreissteigerungen im nächsten Jahr. Dennoch schließt er sich dem Urteil anderer Makler an, dass Morgan Stanley Real Estate, Käufer des XXL-Immobilien-Pakets von Hamburgs Investor Dieter Becken, jetzt die Möglichkeit hat, "gewisse Preisforderungen in den Markt hineinzugeben".

Für Prestigeimmobilien wie den Berliner Bogen werden schon jetzt Mieten von 12,50 Euro erzielt. Sami Steinbach, Geschäftsführer der Angermann Global Property Alliance, erwartet für "Objekte mit exponierter Lage und architektonischen Alleinstellungsmerkmalen" in den kommenden zwei Jahren einen Mietpreis zwischen 12,50 und 14,50 Euro. "Neubauten müssen gegen Bestandsobjekte aus den 1990er Jahren konkurrieren, die bereits eine optimale Flächennutzung durch die Mieter ermöglichen und zu Mietpreisen um die zehn Euro angeboten werden." Wer höhere Mieten durchsetzen wolle, müsse mit einer Top-Ausstattung in einer zentralen Lage innerhalb des Quartiers an den Markt gehen. Ein Pfund, mit dem die City Süd wuchern kann, sind die vielen Kanäle. "Wasserlagen sind besonders begehrt", weiß Andreas Rehberg.

Der Markt in der City Süd ist in Bewegung. Bei den größten Deals 2007 wurden nach Angaben von Angermann Flächen zwischen 1054 und 11 000 Quadratmetern vermietet. Die Gesamtbürofläche der inneren City Süd im Dreieck Spaldingstraße, Heidenkampsweg und Amsinckstraße beträgt laut IG City Süd rund eine Million Quadratmeter. Davon sind laut Jones Lang LaSalle rund 152 000 Quadratmeter am Markt.

Auch wenn viele der älteren Flächen nach wie vor Mieter finden, wird im Quartier eifrig renoviert und neu gebaut - wobei die City Süd sich allmählich über den Heidenkampsweg in Richtung Osten ausdehnt. "In den nächsten beiden Jahren entstehen 64 757 Quadratmeter weitere, neue Büroflächen", sagt Tanja Haucke, Sprecherin von Angermann. Investoren legten Wert auf Gebäude mit Aufenthaltsqualitäten wie begrünten Innenhöfen. Auch die Infrastruktur mit Gastronomie und Einzelhandel sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut worden, betont Sybill Petermann, Sprecherin der IG City Süd. Besonders der Wochenmarkt erfreue sich steigender Beliebtheit.

Was viele Hamburger nicht wissen: In der City Süd wohnen 700 Menschen. Diese Zahl werde sich durch neue Wohnprojekte wie die "Floating Homes" auf dem Hochwasserbassin am Berliner Bogen noch erhöhen, so Sybill Petermann. "Damit wird sich das Infrastrukturangebot weiter verbessern", ist sich die Sprecherin der IG City Süd sicher.

 

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