02.07.05

Hohe Vergütung sichern

Solaranlagen: Die Einspeisungspreise für Sonnenstrom fallen zum Jahresende. Wer jetzt handelt, spart viel Geld.

Von Steffen Preißler

Das Geschäft brummt. Seitdem die Bundesregierung die Einspeisungsvergütung für Solarstrom kräftig erhöht hat, kommen die Hersteller der Solarmodule mit der Produktion kaum nach. Immer mehr Hausbesitzer entdecken das lukrative Geschäft mit der Sonne: Der erzeugte Strom wird komplett ins örtliche Netz eingespeist. Denn Einspeisen statt selbst Verbrauchen ist der Schlüssel dafür, daß sich die Anschaffungskosten amortisieren.

"Jede eingespeiste Kilowattstunde (kWh) wird mit 54,5 Cent vergütet", sagt Gerhard Stryi-Hipp vom Bundesverband Solarindustrie. Der selbstverbrauchte Strom kommt dagegen aus der Steckdose und kostet nur rund ein Drittel davon. "Allerdings ist das Vergütungssystem für Solarstrom degressiv ausgestaltet", sagt er. Das heißt, daß der Einspeisungspreis jedes Jahr um fünf Prozent sinkt. Wer also erst nächstes Jahr seine Photovoltaik-Anlage in Betrieb nimmt, erhält nur noch 51,8 Cent pro kWh, 2008 sind es nur noch 46,7 Cent pro kWh und so weiter. Grundlage dafür ist das 2004 überarbeitete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Gleichzeitig wird aber der einmal für eine neue Anlage festgelegte Einspeisungspreis für 20 Jahre garantiert. Wer also noch 2005 investiert, hat die 54,5 Cent bis zum Jahr 2025 sicher. Der örtliche Energieversorger ist zur Stromabnahme verpflichtet.

Photovoltaik-Anlagen sind wartungsarm und haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. "Die Größe der Anlage sollte sich nach der geeigneten Dachfläche und den Finanzierungsmöglichkeiten richten", sagt Peter Thiele vom weltgrößten Solarzellenhersteller Sharp Solar in Hamburg. Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 1kW benötigt rund zehn Quadratmeter Dachfläche und erzeugt Energie von 750 bis 850 kWh pro Jahr. Die Kosten für solche kleinen Anlagen: rund 6000 Euro inklusive Installation. Für die Erzeugung von 3000 kWh pro Jahr wäre eine Nennleistung von 4kW erforderlich. Kosten: 24 000 Euro. Bei der Kfw-Förderbank gibt es dafür zinsgünstige Kredite (www.kfw.de und www.solarfoerderung.de).

Alternativ zu einer Photovoltaik-Anlage kann vor allem bei Neubauten eine solarthermische Anlage zur Wassererwärmung errichtet werden. Sie kann keinen Strom erzeugen, aber zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden, und sie benötigt weniger Dachfläche. 1,0 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person reichen aus, um 60 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs zu erzeugen. Die Kosten betragen für einen Vierpersonenhaushalt rund 5000 Euro. Dazu gewährt der Bund einen Zuschuß von 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche. Bei Kombinationsanlagen für Warmwasser und Heizungsnutzung gibt es vom 1. Juli an 135 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche vom Bund (Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung sind von dieser Förderung ausgeschlossen). Zusätzlich gibt es in Hamburg je nach Kollektorart 160 bis 180 Euro pro Quadratmeter als Zuschuß. "Beide Förderungen zusammen ersetzen rund ein Drittel der Kosten", sagt Volker Dumann von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. "Die Hamburger Förderung wird dabei über den Installationsbetrieb beantragt."

Befürchtungen, Hamburg bekomme zuwenig Sonne ab, sind unterdessen unbegründet. "Die Strahlungsintensität ist groß genug, um eine Photovoltaik-Anlage effizient zu betreiben", so Thiele. "Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit 30 Grad Neigung." Auch Flachdächer eignen sich. Aber mindestens zehn Quadratmeter unbeschattete Dachfläche sollten zur Verfügung stehen.

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