11.02.12

Wohn-Ratgeber

Renovieren - und dabei das Chaos in Grenzen halten

Den Zeitaufwand und handwerkliches Können sollte man noch vot Beginn der Arbeiten richtig einschätzen.

Foto: dapd/DAPD
Streichen
Das Streichen der Wände gehört noch zu den leichtesten Übungen

Nicht nur Wohnungen müssen in regelmäßigen Abständen gestrichen oder neu tapeziert werden. Von Zeit zu Zeit tut auch dem Eigenheim ein neues Parkett oder ein neuer Teppich gut. Doch beim Renovieren von bewohnten Räumen sind Dreck und Stress garantiert - sowohl bei Profis oder Heimwerkern. Deshalb rät Susanne Woelk von der Aktion "Das sichere Haus" in Hamburg: "In einer Wohnung sollte möglichst immer nur ein Zimmer zur Zeit renoviert werden."

Der Rest sei nur noch gute Planungssache, gerade wenn man in Eigenregie renoviere, ergänzt Robert Raschke von der Do it yourself (DIY) Academy in Köln. Art und Menge des Materials müssten berechnet und die benötigten Werkzeuge organisiert werden. Alle Sachen dann auf eine Einkaufsliste setzen, so werde gewährleistet, dass benötigte Materialien auch im Haus sind. "Heimwerker sollten bei der Planung den Faktor Zeit nicht vernachlässigen", warnt Raschke. Wichtig sei ein realistischer Zeitplan, in dem auch das Nachspachteln von beschädigtem Putz nach dem Entfernen einer Tapete berücksichtigt werde. Zeitdruck, aber auch das Überschätzen eigener Fähigkeiten beim Renovieren seien eine Unfallquelle, so der Experte.

"Notwendig ist zunächst ein Stufenplan über die Abfolge der Renovierungsarbeiten", sagt Woelk. Hier sollten Aufgaben und Aktivitäten der Familie während der Renovierungsphase festgehalten werden, auch das Einplanen von Arbeitskleidung gehöre dazu. Wegen möglicher Unfallgefahren ist es empfehlenswert, kleine Kinder in dieser Zeit bei Großeltern, Verwandten oder Freunden unterzubringen.

Nicht immer müssen Zimmer ganz ausgeräumt werden, sie können weiterhin teilweise genutzt werden. Um zu streichen und zu tapezieren, reicht es, sperrige Gegenstände in die Mitte zu schieben und mit Folie abzudecken. Böden, die nicht erneuert werden, müssen mit einem strapazierfähigen Vlies oder mit Pappe geschützt werden. Auch in Nachbarräumen sollte der Boden sicherheitshalber abgedeckt werden.

Wer während Renovierungsarbeiten in der Wohnung lebt, sollte auf eine mögliche gesundheitliche Gefährdung achten. "Viele Produkte zum Bauen und Renovieren enthalten flüchtige organische Stoffe, die die Gesundheit von empfindlichen Menschen beeinträchtigen können", warnt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Deshalb sollte während und nach der Renovierung sorgfältig gelüftet werden. So können Schadstoffe aus Klebern und Dichtungsmassen schnell aus den Räumen entweichen. Dies gilt auch für Restfeuchte aus Putz und Estrich, wodurch möglichem Schimmelpilzbefall vorgebeugt werde.

"Das Herausreißen von Wänden und das Entfernen alter Fliesen ist mit viel Staub verbunden, der durch alle Ritzen dringt", ergänzt Woelk. Um möglichst wenig Staub in andere Teile der Wohnung zu lassen, sollten bei solchen Arbeiten Türen geschlossen werden. Ist dies nicht möglich, können Türöffnungen mit zwei Folien, die in der Mitte überlappen, verhängt werden.

(dpa)
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