Der Niedergang der Fischart
Der Europäische Stör lebte ursprünglich an der gesamten europäischen Küste - vom Schwarzen Meer über das Mittelmeer bis hinauf zu den Orkney-Inseln. Die Elbe war Deutschlands störreichster Fluß. Bei den St.-Pauli-Landungsbrücken wurde 1871 für die Fischart extra eine Auktionshalle, die Störhalle, gebaut, um der Flut der Fänge Herr zu werden.
Die Überfischung war eine Hauptursache für die drastische Abnahme der Störbestände zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine ebenso verheerende Rolle spielten die zunehmende Verschmutzung und Verbauung der Flüsse. Störe laichen von April bis
Juni an steinig-kiesigen Stellen bei kräftiger Strömung. Solche Stellen verschlammten zunehmend, Abwässer vergifteten Wasser und Flußgrund.
In der Eider wurde der letzte Stör im Jahr 1969 gefangen. Danach trennte das Eidersperrwerk die Störe von ihren Laichgründen.



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