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Umwelt

Unter Mücken und Blutegeln

Madagaskar ist gut eineinhalbmal so groß wie Deutschland. Die meisten Tiere leben in Wäldern und lassen sich nur unter erschwerten Bedingungen erforschen. Viele Wälder sind kaum erreichbar. Keine Straße führt dorthin, oftmals sind bei sengender Hitze mehrtägige Wanderungen durch steppenartiges Land zu bewältigen. Zehn Wissenschaftler brauchen dazu 15 bis 100 Träger. Die Forscher bleiben mehrere Wochen im Wald. Sie hausen in Zelten, kämpfen mit Blutegeln, Stechmücken, Tsetsefliegen, Wassermangel.

Der Ornithologe Dr. Steven Goodman verbringt jedes Jahr etwa sechs Monate im Wald. Mehrmals im Jahr erkrankt er an einem Fieber, auch an Malaria. Einmal begann er, aus dem Dschungel zurückgekehrt, Blut und Würmer auszuhusten - Nematoden (Fadenwürmer) hatten sich in seiner Lunge eingenistet, er überlebte nur knapp. Dennoch betont der Amerikaner, der mit einer Madagassin verheiratet ist und 2002 Vater eines Sohnes wurde, er sei kein Draufgänger, sondern Wissenschaftler.hi

 

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