Das wohl Furcht einflößendste Tier auf der langen Odyssee ist der Tiefseeanglerfisch (Melanocetidae und Ceratiidae), der jedoch mit einer Länge zwischen drei und 24 Zentimetern relativ klein ist.
Mit seinem knollenförmigen, leuchtenden Köder (Esca), der wie auf einer Angelrute (Illicium) von der Stirn direkt vor dem Maul des Fisches hängt, versucht er, Beutetiere anzulocken. Das Leuchten entsteht durch Licht erzeugende Bakterien, die wie Haustiere vom Tiefseeanglerfisch gehalten werden. In einer stockdunklen Tiefe von 1000 bis 4000 Metern ist es auch nötig, Licht selbst zu produzieren - das nennt man Biolumineszenz.
Doch die Bewohner der Tiefsee sind rar, und somit ist es schwierig, Sexualpartner zu finden. Die Natur hat sich deshalb Folgendes ausgedacht: Die deutlich kleineren Männchen beißen sich am Weibchen fest und wachsen mit ihm zusammen, Zähne und Kiefer bilden sich zurück. Die Kiemenatmung bleibt ihm noch, aber er ernährt sich vollständig über ihren Blutkreislauf. Seine einzige Funktion bleibt das Samenspenden.












