Vom Hamburger Hafen ins Katastrophengebiet
Sieben Meter lang und drei Tonnen schwer ist die gelbe Boje: Ein beachtliches Stück deutscher Forschungsarbeit, das im Hamburger Hafen von der Decke eines Hafenschuppens hängt. Die Boje ist Teil des Tsunami-Frühwarnsystems ("TEWS") für Indonesien. Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung und ihr indonesischer Kollege Kusmayanto Kadiman haben sich gestern vor ihr getroffen. In den nächsten Tagen geht die Boje auf Reisen. Damit starte "ein weltweit einzigartiges Projekt zum Wohle der Menschheit", so Bulmahn. Unter Leitung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen an dem von Deutschland finanzierten Projekt. Der indonesische Minister betrachtete das deutsch-indonesische Projekt bereits als "Weltlösung" im Hinblick auf die gute internationale Resonanz. Das deutsche Forschungsschiff "Sonne" wird die beiden ersten Bojen im Oktober vor der indonesischen Westküste aussetzen. Dann wird mit den ersten Experimenten begonnen. 2010 soll das Frühwarnsystem komplett fertig sein und an Indonesien übergeben werden.



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