Der Bumerang mit dem Baggergut
Um die Mindesttiefen der Fahrrinnen und Liegeplätze im Hafen zu garantieren, sind kontinuierlich Bagger am Werk. Sie haben seit einigen Jahren deutlich mehr zu tun: Während Mitte der 90er Jahre jährlich zwei bis drei Millionen Tonnen Baggergut anfielen, ist die Sedimentmenge inzwischen stark angewachsen - bis auf neun Millionen Kubikmeter im Jahr 2004. Nur belastete Sedimente werden an Land gebracht: In Finkenwerder trennt die Anlage "Metha" den Schlamm in (organischen) Schlick und (mineralischen) Sand. Da die Schadstoffe im Schlick angereichert sind, wird dieser deponiert, der Sand wiederverwendet. Die unbelasteten Sedimente werden seit mehr als zehn Jahren per Schiff zur Landesgrenze bei Wedel gefahren und dort in den Fluß eingebracht. Bei der Suche nach der Ursache für den Sedimentzuwachs zeigte nun ein Computermodell der Hamburg Port Autority und der Bundesanstalt für Wasserbau, daß die Ablagerungen bei Wedel mit dem Flutstrom wieder zurück in den Hamburger Hafen transportiert werden.



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